Folia Theologica 16. (2005)

Tamás Tóth: Clemens VIII. und der Lange Türkenkrieg in Ungarn

206 T. TOTH und von einem Interesse von 6,5 %.1(n Er nutzte aber auch andere Möglichkeiten aus.101 102 Der große Erfolg der Mission war, dass Gran nach einer kurzen Belagerung am 2. September kapitulierte,103 der Sitz des ungarischen Primas war wieder frei.104 Am 21. eroberten sie noch Visegrad, die mittelalterliche Königsresidenz. Wegen des To­des des sehr qualifizierten Heerführers Karl von Mansfeld105 106 folgten keine großen Aktionen mehr: die Feldherren konnten sich nicht einigen. Die Mission hatte allerdings große Schwierigkeiten: die Moral, die Versorgung der Soldaten und die gesundheitlichen Zustände waren nicht besonders gut, auch wegen mangelnder kai­serlicher Hilfe. Der päpstliche General entschloss sich, seine zu ent­lassen. Der Feldzug kostete 430.000 Scudi,101’ was eine große Summe für die finanzielle Situation Roms war. Davon machte einen großen Teil die Belohnung Aldobranidis aus: 3.000 Goldscudi pro Monat und als Subvention 40.000 Scudi.107 101 Regesti di bandi editli notificazioni e provvedimenti diversi relativi alla città di Roma ed ullo stato pontificio. Bd. I. Anni 1234-1605. Roma 1920.: Bä- 2. Anni 1233-1605. Roma 1925. Cit. Bd. I. 189. 102 So gab Clemens Vili. u .a. ein apostolisches Schreiben auch noch am 13. Fe­bruar 1593 heraus, damit er einen Sechstel einführt. Ebd. Bd. 2. 114.; am 17. März 1594 gab er eine Bulle heraus. Ebd. I 19.; am 5. Mai erhöhte er das Ka­pital des Monte Novennale mit 60.000 Goldscudi, deren Garantie die Güter 12 regulärer Kongregationen wurden. Ebd. 122.; am 23. Juli verordnete er mit ei­nem Motuproprio, dass die Hälfte der Sechstel der Bettlerorden für den Krieg verwendet werden muss. Ebd. 120.; Am 8 Oktober verordnet der Camerlengo Enrico Caetani, dass der Klerus die Hälfte der Taxen in acht Tagen einzahlen muss. Ebd. Bd. I. 185. 103 Ein Bericht aus Gran vom 2. September 1595. BAV Urb. Lat. 1063. fol. 649. Siehe Anhang 3. 104 Aber nur für kurze Zeit. Die Erzbischöfe residierten in der Tat von 1543 bis 1820 in Tyrnau (Nagyszombat, heute Trnava in der Slowakei). 105 Karl Graf und Fürst von Mansfeld (1543-1595). Er kämpfte oft in den Nieder­landen, am meisten im spanischen Dienst. 1595 wurde er in Prag zum Ritter geschlagen und erhielt die Fürstenwürde. Er versuchte das desolate kaiserli­che Heer zu reorganisieren. Er verstarb vor der Übergabe Grans am 24. 8. 1595 bei Komorn. Neue Deutsche Biographie, Berlin (NDB) Bd. 16. 79. 106 NIEDERKORN, Die europäischen Mächte (Anm. 27) 74. 107 JAITNER CXXXVIII.

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