Dr. Murai Éva szerk.: Parasitologia Hungarica 21. (Budapest, 1988)
so deutliche Schwankungen in der Befallshöhe wie im Labmagen. Einer durchschnittlichen Befallsintensität von 9, 7 Individuen pro Tier mit einem Alter von zwei Monaten stehen 18,9 Individuen pro Tier mit vier Monaten und 7,4 Individuen pro Tier mit sechzehn Monaten gegenüber. Leider standen keine Dünn- und Dickdärme von Tieren der Altersgruppen von sieben bis vierzehn Monaten zur Verfügung, deren Untersuchungsergebnisse den Befallsverlauf vervollständigen hätten können. c) Befallsintensität mit den am Erlegungsort festgestellten Parasiten Die höchste Befallsintensität mit den an Ort und Stelle festgehaltenen Endo- und Ektoparasiten wiesen die Rehe des Reviers Babat auf, ausgenommen in bezug auf Sarcocystis spp. und I. ricinus, hier lag Árpádhalom an erster Stelle. Abgesehen von den genannten zwei Parasitengruppen waren bei den Tieren der Reviere Árpádhalom und Pitvaros nur geringe Befallszahlen festzustellen. Bei Betrachtung der verschiedenen Altersstufen zeigten zwar zwei Monate alte Tiere den geringsten Befall, zwischen den übrigen Alterstufen waren jedoch keine Unterschiede hinsichtlich Befallsstärke feststellbar. DISKUSSION In den Untersuchungsgebieten waren 95, 5% der Rehe mit Magen-Darm-Nematoden befallen, wobei sowohl hinsichtlich Befallsextensität als auch Befallsintensität keine Geschlechtsunterschiede bestanden. Die am häufigsten gefundene Trichostrongylidenarten waren Ostertagia leptospicularis, Spi culopteragia b öhmi und Skrjabinagia kolchida (s. Tab. 1). Unsere Untersuchungsergebnisse stimmen diesbezüglich weitgehend mit Angaben von DUNN (1965), DROZDZ (1966), DOLLINGER (1973) und PROSL (1973) überein. Anders liegt die Situation bei Haemonchus contortus, Monate Abb. 3: Befallsintensität mit Labmagen-Trichostrongyliden in Abhängigkeit vom Lebensalter der Rehe und von den Revieren bezogen auf die Befallstärke in allen untersuchten Revieren (= 100 %)