AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1984-1985. Budapest (1992)

II. Az OSZK történetéből és munkájából - Szőnyi Éva: A Fővárosi Lapok a Nemzeti Múzeum Széchényi Könyvtáráról - "Fővárosi Lapok" über die Nationalbibliothek Széchényi

"FŐVÁROSI LAPOK" ÜBER DIE NATIONALBIIILIOTIIEK SZÉCHÉNYI É. SZŐNYI In der ersten Periode des Dualismus, im Zeitabschnitt vpm Ausgleich (1867) bis zur Jahreswende im Rahmen der Gesamtentwicklung begann auch in der Nationalbibliothck Széchényi, welche im Jahre 1802 Gr. Ferenc Széchényi aus seiner Privalbibliothck gründete, ein sehenswürdiger Bestandszuwachs. Die Bib­liothek im letzten Drittel des XIX. Jahrhunderts erfüllt die Funktionen einer Nationalbibliothck und wird zu einer den Nalionalbuchschalz repräsentierenden, von breitem Leserpublikum besuchten Institution. In diesem Zeitraum geht die Organisation und Bearbeitung des Bibliotheksbestandes zu Ende. Gleichzeitig wird in den Jahren nach dem Ausgleich die Unterstützung der Bibliothek, der Zuwachs ihrer Sammlung zu einer Nationalangelcgenheil. In dieser Zeit ist die öffentliche Spendcsammlung einer der wichtigslcn Basen der Tätigkeit und des Aufschwungs der Bibliothek. Deren Voraussetzung ist unter anderen das Informieren des Publikums und das Aufwecken seines Interesses. Im letzten Drittel des XIX Jahrhunderts ist die Presse schon ausgezeichnet geeignet die Beziehungen mit dem breiteren Leserpublikum zu halten. Die Tageszeitung "Fővárosi Lapok" beschäftigt sich besonders mit der Nationalkultur und mit der Nationalbibliothck Széchényi, die als literarische Zeitung ein bis heute einzigartiges Unternehmen der ungarischen Prcssegcschichtc (und auch der europäischen Literaturge­schichte) ist. Zwar das literarische Niveau, das im Jahre 1864 gegründeten Tageszeitung während ihrer langen (fast 40 jährigen) Karriere manchmal auch kritisiert wurde, gab sie vom Jahre 1867 bis Anfang 1890 unter der Lcituag des derzeitigen Redakteurs, Károly Vadnay, täglich rechtzeitige und korrekte Informationen über das'Geahmte der Nationalkultur, dass sie in dieser Hinsicht - besonders bei der Beschreibung der Ge­schieht der Széchényi Bibliothek - als wertvolles Qucllcnmaterial für die wissenschaftliche Forschung dient Nc&cnbei bringen die Sprache, der interessante Stil dem original zitierten Presseberichte den heuti­gen Leser näher zu der begeisterten Stimmung des letzten Drittels des vergangenen Jahrhunderts, zur Weil der Mäzen, der aristokratischen Gönner, und Gönner allcrarl, der Patrioten und begabten Journalisten. 178

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