Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 68. (Budapest 1976)
Kaszab, Z.: Zwei neue Arten der Gattung Epitrichia Mäklin, 1872 (Coleoptera, Tenebrionidae)
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALES HUNGARICI Toimis 68. Budapest 1976. Zwei neue Arten der Gattung Epitrichia Mäklin, 1872 (Coleoptera, Teneurionidae) von Z. KASZAB, Budapest Abstract — Description of two new Ep itr ic Idaspecies from USSR: Tuva (E. knori sp, n.) and from Mongolia (E. intermedia sp. n.). A key to the 9 known Epitrichia species of Central Asia. With 2 figures. Die erste Art dieser Gattung wurde von GEBLER 1843 unter dem Namen Helops tomentosus aufgrund von Exemplaren, die SCHRENK im Ufersand des Balchasch Sees 1840 sammelte, beschrieben. In der posthumus Arbeit von GEBLER erscheint sie unter der Benennung Epitrichia tomentosa, jedoch ohne einer Gattungsbesehreibung. Diese erfolgt erst 1872 von MÄKLIN, wobei der Art auch die richtige systematische Stellung zugewiesen wird. Die Gattung blieb bis 1948 monotypisch. BOGATSHEV beschrieb im Jahre 1949 eine Art aus China (Alaschan) unter dem Namen E. semenovi. Dieses folgte im Jahre 1960 die Beschreibung der E. zaissanica SKOPIN aus der Umgebung des Sees Zaissan-nur. Später erschienen mehrere Beschreibungen von mir aus China (Ningsian) und aus der Mongolischen Volksrepublik (1965) (E. ningsiana, mongolica, tsendsureni) . Neuerdings sind noch vier Arten nachgewiesen worden. Eine (E. kerzhneri), wurde mit G. S. MEDVEDEV gemeinsam aus der Mongolei bekanntgegeben, zwei Arten sind neu für Wissenschaft und werden in dieser Arbeit beschrieben (eine Art aus Tuva: E. knori und eine aus der Mongolei: E. intermedia). Eine von BOGATSHEV beschriebene Art aus Iran (E. iranica) ist mir unbekannt geblieben. Die Epitrichia-Arten sind ungeflügelt und deshalb von den nächtsverwandten Gattungen Trichosphaena REITTER, 1916 und Sphenaria MÉNÉTRIÉS, 1849 leicht zu unterscheiden. Das Gattungs-Areal ist ziemlich eng umschlosen und ausser der Art E. iranica BOGATSCHEV sind sie Bewohner der Halbwüsten- und Wüstenzone Mittel- und Innerasiens von Balchasch See über Zaissan und Tuva, dann über die abflusslosen Becken der Grosssen Seen und Seental zwischen dem Changaj Gebirge und G obi-Altaj, weiters zwischen Gobi-Altaj und Transaltaj Gobi, die Dschungarische Gobi sowie Ningsian und Alaschan in China („innere Mongolei"). Die Arten leben vorwiegend in Sandgebieten. In der Mongolei findet man sie auf Saxaul (Haloxylon ammodendron) oder in der oberen Schicht des Sandes unter diesen Pflanzen, nach SKOPIN lebt die Art E. zaissanica am Zaissan-nur unter Elygnus giganteus in Sand. Epitrichia knori sp. n. Dunkelbraun, Beine und Fühler sowie die Mundteile und die Unterseite hell. Ober- und Unterseite mit weissen, vollkommen anliegenden, leicht abgeriebenen, dünnen, schuppenartigen Haaren bedeckt. Kopf an den flachen Augen am breitesten; Augen bei lateraler Ansicht nierenförmig, Schläfen kaum schmaler als die Augen, und zum Hals nur kaum verschmälert; Wangen abgerundet verjüngt, vor der Clypealsutur etwas stärker eingeengt, Vorderrand des Clypeus leicht gebogen. Stirn und Clypeus quergewölbt, grob und dicht aber einzeln punktiert, beiderseits vor den Augen fast runzelig. Fühler die Basis des Halsschildes nicht erreichend, zur Spitze verdickt, die Glieder sind gleichförmig ; das 2. Glied länger als breit, das 3. doppelt so lang wie breit, 4-7. gleichlang, die 4 letzten Glieder kaum merklich grösser, etwas mehr trapezförmig, das Endglied schmaler als das 10. und lang eiförmig, länger als breit. Ment um grob gerunzelt gekörnt. Halsschild herzförmig, etwas vor der Mitte am breitesten, Länge und Breite verhalten sich wie 34:38; Seiten vor der Basis etwas ausgeschweift. Basalrand breit gebogen, Vorderrand gerade, Seitenrand im hinteren Drittel zur Basis fein, nach vorn erloschen oder fehlend. Oberseite stark quergewölbt, die Punktierung in der Scheibe gröber Ann. Hist.-nat. Mus. Nat. Hung., 1976, 68.