Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 58. (Budapest 1966)
Kaszab, Z.: Ergebnisse der zoologischen Forschungen von Dr. Z. Kaszab in der Mongolei 69. Reisebericht der III. Expedition
Ende der auf das weite Tal des Kerulen-Elusses schauenden Berghänge auf einer trockenen, mit Eedergras bewachsenen Steppe unser XXIV. Lager auf. Ich stellte die synantrope Eliegenfalle, sammelte aus Kadaverfallen und einzeln von der frischen blühenden Vegetation des Wasserrisses und kötscherte am Berghang mit gutem Erfolg (Collembola: 14, Orthoptera: 17, Thysanoptera: 128, Coleoptera: 950, Hymenoptera: 288, Diptera: 484,Rhynchota: 544, Opiliones: 2, Araneae: 126, Acarina: 1 und Probe, Mollusca: 2 Exempl.). Das Sammeln in der Nacht bei Lampenlicht brachte ein befriedigendes Ergebnis (Coleoptera: 35, Hymenoptera: 150, Neuroptera: 7, Diptera: 71, Lepidopteia: 350, Rhynchota: 54 Exempl.). Am 24. August erreichten wir im Tal des Kerulen auf einem recht abwechslungsreichen Gelände fahrend, jedoch ohne Halt, den Übergang des Elusses, unseren früheren Lagerplatz auf der rechten Seite des Elusses, wo meine erste Tätigkeit das Auffinden der 10 Bodenfallen war. Es gelang mir, sämtliche Fallen zu finden. Leider hatte jedoch der Wind von den meisten die Deckel abgerissen, so dass das viele Regenwasser das Ethylenglycol stark verdünnt hatte, weshalb ein Teil des darin befindlichen Materials unbrauchbar geworden war. Trotzdem erreichte das noch gute Material mehrere hundert Exemplare (Chilopoda: 51, Thysanura: 15, Collembola: 157, Orthoptera: 85, Coleoptera: 275, Hymenoptera: 455, Diptera: 139, Rhynchota: 526, Opiliones: 3, Araneae: 160, Amphibia: 1 Exempl.). Nach Aufschlagen unseres XXV. Lagers sammelte ich im Schwemmgebiet des Flusses in salzhaltigen Wassertümpeln mit dem Netz (Ostracoda: 15, PhyUopoda: 1, Notostraca: 2, Conchostraca: 393, Coleoptera: 358, Rhynchota: 22, Insekten-Larven: 25, Acarina: 2, Mollusca: 90 Exempl.). Dann sammelte ich einzeln aus Kadaverfallen. Während der warmen Nacht flogen viele Insekten auf das Lampenlicht, bis der stürmische Südwind nach Mitternacht das Sammeln unmöglich machte (Ephemeroptera: 8, Coleoptera: 123, Hymenoptera: 34, Diptera: 96, Trichoptera: 81, Lepidoptera: 345, Rhynchota: 109 Exempl.). Am 25. August brachen wir unser Lager ab und fuhren in westlicher Richtung, wobei jedoch ein derartig starker und stürmischer Südwind wütete, dass überhaupt keine Sammelarbeit stattfinden konnte. Nach Erreichen des Flusses Tola in der Nähe von TJubulan schlugen wir in einem im Schwemmgebiet gelegenen Wald unser XXVI. und zugleich letztes Lager auf. Hier siebte ich im Wald auf dem Schwemmgebiet die Pflanzenreste unter den Bäumen aus und legte dieses Material in die BERLESEApparate ein. Dann schwemmte ich am Ufer des Flusses Tola die ripikole Fauna (Chilopoda: 9, Collembola: 7á,Psocoptera: 3, Thysanoptera: 1, Coleeyptera: 39, Hymenoptera: 9, Lepidoptera: 1, Diptera: 2, Rhynchota: 16, Araneae: 2, ^lcarma-Probe, Mollusca: 1, Reptilia 1 Exempl.). In der Nacht flogen im rieselnden Regen viele Insekten auf das Licht (Plecoptera: 1, Coleoptera: 5, Hymenoptera: 84, Neuroptera: 1, Diptera: 201, Trichoptera: 26, Lepidoptera: 308, Rhynchota: 10, Opiliones: 2 Exempl.). Am 26. August brachen wir unser Lager ab und kehrten nach einer Reise von 32 Tagen und etwa 4300 km in die Hauptstadt Ulan-Baator zurück. Ergebnisse der Expedition Mit meiner 37 Tage andauernden Arbeit auf dem Gelände sammelte ich ein recht verschiedenartiges und reiches Tiermaterial aus fast allen Gruppen. Die Anzahl der eingesammelten Exemplare überschritt 73 000, und von diesen waren mehr als 66 000 Insekten. Der Zeitpunkt der Expedition im Spätsommer war für die meisten Gruppen günstig, obwohl es verschiedene Ordnungen der Insekten, z. B. Käfer gab, von denen einen Monat früher mit derselben Arbeit eine viel grössere Anzahl