Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Bondor, L.: Untersuchung glaukonitischer oligozän Gesteine im Nordöstlichen Mittelgebirge
zur Spitze 4,52 des Seladonits und ihre Intensität ist bedeutend grösser, als die der entsprechenden Glaukonitspitzen. Die Spitze 4,37 ist dem Leningrader Silur-Glaukonit ähnlich, ihre Intensität ist aber grösser. Der Intensitätswert der Spitze 4,18 steht zum Seladonit, der der verzogenen Spitze 3,63 zum Missouri-Glaukonit näher. Die Spitze 3,34 erscheint beiden Glaukoniten und dem Seladonit ähnlich. In Intensität steht die Spitze 3,08 dem Glaukonit näher. Nach mehreren kleineren Spitzen ist die bei 2,588 von starker Intensität, diese ist aber so beim Glaukonit, wie auch beim Seladonit stark. Die kleine Spitze 2,485 erscheint nur beim Seladonit. Die Stelle und Intensität der Spitze 2,392 steht dem Seladonit näher. Laut den d a/(l Werten der Röntgendiffraktions-Aufnahme steht die Struktur des Glaukonits von Eger näher zu dem in der Literatur mitgeteilten Vesuvischen Seladonit, als zum Glaukonit aus Missouri oder Leningrad. Aus der 1. Tabelle ist die chemische Zusammensetzung des Glaukonits von Eger ersichtlich, der aber garnicht dem oberen Oligozän ähnelt, umso mehr aber dem eozänen Glaukonit aus Tokod ähnlich ist. Seine chemische Zusammensetzung ist auch zu der in der Tabelle 3. angegebenen Zusammensetzung des eozänen Glaukonits sehr ähnlich. Die K 2 0-Menge steht aber dem Glaukonit aus der 2. Bohrung in Eger näher. Die chemische Zusammensetzung der beiden aus zwei Bohrungen in Eger stammenden Minerale weicht ziemlich ab voneinander. Diesen Unterschied schreibe ich der aus der verschiedenen Uferentfernung sich ergebenden verschiedenen Korngrösse und Sedimentationsgeschwindigkeit zu. Im gröberkörnigen Sediment konnte das ich bewegende Wasser auch nachträglich Änderungen verursachen. In meiner Arbeit aus dem Jahre 1960 bemerkte ich, dass bei der Untersuchung der Glaukonitischen Gesteine verschiedenen Alters aus dem Nordöstlichen-Mittelgebirge, zur Entscheidung seiner autigenen oder allotigenen Art, die chemische Zusammensetzung, z. B. die Anwesenheit des Mangans aushelfen kann. Dies scheint jetzt bewiesen, weil die beiden rupelischen, warscheinlich gleichalterigen und gleichgenetischen Glaukonite Mangan enthalten, der Glaukonit von Tokod aber nicht. Der rupelische Glaukonit ist ausgesprochen an Tuffstreuung gebunden, in tieferen Teilen befindet sich neben weniger Tuffstoff weniger Glaukonit, noch oben beim Maximum der Tuffstreuung erreicht auch der Glaukonit das Maximum. In der Bohrung der Windtschen Ziegelei ist im unteren Teil der rupelischen Stufe eine stärkere Tuffstreuung wahrnehmbar, jedoch ohne farbigen Silicaten und der Glaukonit fehlt ganz. Hier lieferte also die Tuffstreuung das Ausgangsmaterial. Die Amphibole sind frisch, Biotit kommt nur hie und wieder vor und so gibt es keinen unmittelbaren Beweis, dass der Glaukonit aus der Umwandlung von Biotit oder Amphibol entstanden wäre. Dieser Befund widerlegt aber die Annahme der Bildung aus Biotit nicht, es ist aber wahrscheinlich, dass die Umwandlung vollständiger war. Die Bildung des rupelischen und cattischen Glaukonits weicht am meisten darin ab, dass im rupelischen Meer, als der Biotit instabil wurde, solche Verhältnisse herrschten, die zur Bildung von stabilem Glaukonit nötige Energieschwelle im ganzen Meeresgrund gesichert war. Im cattischen Meer dagegen, wo sich beim Instabilwerden des Biotits ebenfalls der Glaukonit sich als stabileres Mineral erwies, die zur Umwandlung nötige Energieschwelle nur in der Mikroumgebung der Körner bestand. Ich versuchte aus der chemischen Analyse der dreierlei separierten Glaukonite auf ihre Struktur zu folgern. Aus der Röntgenaufnahme der Glaukonite Berechnungen auszuführen und die Struktur zu bestimmen war nicht möglich, aber nach dem Vergleich der chemischen Zusammensetzung mit den Literaturangaben besteht kein Zweifel, dass die Struktur mit der in der Literatur angegebenen Glaukonitstruktur identisch ist.