Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint
75 Locus t y p i c u s: Törökbálint (T 2). Stratum t y p i c u m : Oberoligozän. Derivatio n o m i n i s: Schmaler als die Stammform. Material: Holotyp: (T. I. fig. 3), Geol.-Pal. Abt. des Nat. Mus. Inventar-Nr.: M 62/9312. Paratypus: (T.I, fig. 4), Inventar-Nr.: M 62/9313. Topohyle: 5 (HN), 6 (S), 2 (T 2).'Masse des Hoîotyps: D. u. v. = 39,4; Konv. = 6 mm; Masse des Paratyps: D. u. v. = 26,5 mm; D. a. p. =25,2 mm. Bemerkungen: Die Form unterscheidet sich von F. burdigalensis (LAMARCK, 1806) durch ihren bedeutend kleineren Wirbelwinkel. Ihre Höhe ist im Verhältnis zur Länge grösser als bei der Stammform. Sie steht auch Chlamys agriensis CS.-MEZNERICS, 1960 nahe, aber ihre Rippen sind schmaler und, während C. agriensis nur 11 Rippen besitzt, besteht die Rippenzahl bei ihr aus 14—16. Mit F. burdigalensis spinosella SACCO, 1897 hat sie auch eine Ähnlichkeit. Die Rippen der borealen Art Chlamys liausmanni (GOLDFUSS, 1835) sind schwächer entwickelt und ihre Anzahl beträgt an einigen Klappen mehr als 20. Verbreitung. Paratethys: Ausser Törökbálint wurde die Form bis jetzt nur aus dem Oberoligozän von Eger und Budafok erwähnt. F. burdigalensis s. str. ist aus dem Oberoligozän der Schio-Schichten Norditaliens, ferner aus dem Untermiozän des atlantischen, mediterranen und Paratethys-Gebietes bekannt. Anomia epliippium LINNAEUS, 1758 s. 1. Anomia ephippium L. —ANDERSON (1959, p. 103, Tj 14, fig. 11 cum syn.). Anomia Goldfussi DESH. —SPEYER & KOENEN (1884, T. 23, fig. 7—8). Material: 6 (T 1 ). Bemerkungen: Nach ANDERSON (1959) lässt sich A. ephippium nicht von A. goldfussi DESHAYES, 1860 unterscheiden. Verbreitung: Vom Unteroligozän bis jetzt eine der am meisten verbreiteten Arten. Ihr Auftreten im Mitteloligozän der Paratethys ist zweifelhaft, aus dem Oberoligozän von Kovácov und dem Thalberggraben bekannt. Im Miozän, hauptsächlich im Untermiozän, häufig. Eine persistente Form, die auch in den übrigen europäischen Faunaprovinzen allgemein verbreitet ist. Ostrea (Gigantostrea) gigantica callifera LAMARCK, 1819 (T. I, fig. 11—12: T. II, fig. 1.) Ostrea callifera LAM.— SANDBERGER (1863, p. 377, T. 34, fig. 6; T. 35, fig. 1), SPEYER & KOENEN (1884, T. 23, fig. 9—10; T. 24, fig. 11; T. 25, fig. 2—4; T. 2 (i, fig. 1), KOENEN (1893, p. 1008, T. 63, fig. 1—2), WOLFF (1897, p. 231, T. 20. fig. 2—3), ALBRECHT & YALK (1943, p. 121, T. 24, fig. 951—952), GORGES (1952, p. 28), YANOVA (1959, p. 162, T. 23, fig. 29—30), HÖLZL (1962, p. 59). Picnodonte callifera LAM. —GLIBERT (1957, p. 22). Ostrea yigantca SOL. —KOENEN (1868, p. 225). Mat erial : 5 erwachsene und 7 juvenile Exemplare (T 1), 1 juveniles (T 2), 1 (S). B e m e r k u n gen : Die Form steht der Art O. giganlica SOLANDER in BRANDER. 1766 (? = Ü.sacyi COSSMANN & PEYROT, 1914) nahe. Meines Erachtens handelt es sich nur um sub spezifische Unterschiede. Die Exemplare von Törökbálint unterscheiden sich von O. giganlica in folgenden Merkmalen: Die Klappen sind kleiner, ein wenig mehr asymmetrisch, in der Höhe mehr verlän-