Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint

76 T. BÁLDI gert. der Muskeleindruck befindet sich etwas weiter hinten, wodurch er in eine asymmetrischere Lage geriet, ausserdem ist der Muskeleindruck oben etwas konkav. Verbreitung: Paratelhys: Mitteloligozän (? Óbuda, oberbayerische Molasse). Oberoligozän (S—Slowakei: Bretka, oberbayerische Molasse, österrei­chische Molasse, Siebenbürgen, S—Sowjetunion). Nordseebecken: Vom Eozän bis zum Ende des Oligozäns allgemein verbreitet. Eine charakteristische paläo­gene, boreale Unterart, eine iterative Form von 0. gigantica der mediterranen­atlantischen Provinz. Ostrea cyathula LAMARCK, 1806 (T. I, fig. 13.) Ostrea cyathula LAM.— SAXDBERGER (1863, p. 379, T. 34, fig. 1; T. 35, fig. 2), KISSLING (1896, p. 69, T. 9, fig. 9—10), WOLFF (1897, p. 231, T. 20, fig. 4—8). T.-ROTH (1914, p. 57, T. 6, fig. 8, 16—20), HÖLZL (1962, p. 60, T. 2, fig. 5). ? Ostrea cf. cyathula var. carcarensis — SACCO (1897, p. 11, T. 3, fig. 30). ? Gryphaea cf. cyathula LAM.—SENES (1958, p. 56, T. 11, fig. 122—127). Material : 4 erwachsene und 12 juvenile Exemplare (T 1), 5 juvenile (S), 7 (HN). Bemerkungen : Die genaue Umgrenzung und die Unterscheidung von den zahlreichen oligozänen und miozänen nahestehenden Arten bedürfte noch weiterer Studien. O. frondosa DE SERRES, 1829 scheint mit ihren kleineren und stark nach rückwärts gebogenen Klappen asymmetrischer zu sein (die Exemplare von Eger stehen O. frondosa sehr nahe), aber O. digitalina DUBOIS, 1831 weist kaum Unterschiede gegenüber 0. cyathula auf. Verbreitung : Paratethys: Oberoligozän (Eger, Budafok, ? Ivovácov, Oberbayern, N —Kroatien, sehr verbreitet in den ungarischen „Cyrenenschieh­ten"). Nordseebecken: Mittel- und Oberoligozän, hauptsächlich im Mittel­oligozän. Becken des Mittelländischen Meeres: ? Tongriano. Die Art scheint sich auf das Oligozän zu beschränken, obwohl ihre Abtrennung von manchen mio­zänen Arten unsicher ist. Astarte gracilis degrangei COSSMANN & PEYROT, 1912 (T.II, fig. 3 —4.) Astarte Dcgrangei — COSSMANN & PEYROT (1912, 67, p. 143, T. 1, fig". 47 —50). Material: 2 (T 1), 7 (T 2), 3 (S). Beschreibung : Kleine dreieckige Klappen (D. u. v. = 7—11 mm; D. a. p. = 8—12 mm), die durchschnittlich von 12 starken, abgerundeten kon­zentrischen Rippen skulpiert werden. Die Breite der Bippen übertrifft die der Zwischenräume. B e m e r k il n g e n : Von den Astartiden der borealen Provinz steht sie der Unterart A. gracilis goldfussi HINSCH, 1952 (= A. concentrica GOLDFUSS, 1837; non CONRAD, 1834) am nächsten. Von dieser unterscheidet sie sich darin, dass die Breite ihrer Bippen die der Zwischenräume übertrifft, sie besitzt im allgemeinen weniger Rippen und sie sind abgerundeter. A. gracilis MÜNSTER, 1835, die auf Grund ihrer mehreren und schwächer entwickelten Rippen leicht von der Unterart A. dcgrangei unterschieden werden können, wurde von ANDERSON (1959) mit A. goldfussi zusammengezogen. Unsere Form steht auch den Arten A. plicata SANDBERGER, 1863 und A. aclunca WOLFF, 1897 nahe. Von diesen ist sie durch die Form oder die Berippung zu unterscheiden.

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