Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns II.

32 G. ANDREÁNSZKY Am neueiitdeckten Fundort Bánfáivá—Patakos kamen zwei weitere Eicheln samt Fruchtbecher zum Vorschein, die eine in gutem Erhaltungszustand. Beide liegen auf Gesteinstücken wo auch mehrere Blätter der typischen Q. pontic a miocenica KUBÁT liegen (Taf. II). Es unterliegt keinem Zweifel mehr, dass diese Eicheln mit den Q. pontica miocenica KußAT-Blättern zusammengehören. So ist die Sektion Mesobalanus A. CAMUS im ungarischen Sarmat mit keiner Art ver­treten. Der Frnchtbecher von Q. pontica K. KOCH ist nämlich flach und bedeckt nur den Grund der Eichel. Sein Durchmesser beträgt nur 16— 18 mm. Die fossile Frucht entspricht aber noch am meisten der der Q. libani OLIV. Q. pontica miocenica ist daher in die Formgruppe dieser rezenten Art einzureihen. Die gut erhaltene Eichel aus Bánfalva — Patakos durfte flach kugelig gewesen sein. Ihr Durchmesser beträgt 3,2 cm. Die Früchte der Q. libani OLIV, sind etwas länger als ihr Durchmesser. In dem und darin, dass die am Rand des Frucht­bechers stehenden Schuppen von Q. libani OLIV, schmal, beinahe fadenförmig sind und nicht abstehen, jene der fossilen Frucht dagegen lanzettlich, am Grunde 4 mm breit, 7 mm lang und abstehend sind, besteht zwischen Q. libani OLIV, und unserer Art ein wesentlicher Unterschied. Der Unterschied in der Form des Blattes ist wohlbekannt und markant. So kann diese Art keineswegs mit Q. kubinyii (Kov.) CZECZOTT, der fossilen Art der Q. libani OLIV., deren Frucht wir eigentlich aus den Schichten noch nicht kennen, vereinigt werden und der Originalname, obwohl er über die Verwandtschaft einen falschen Begriff gibt, muss beibehalten werden. In den bisherigen Sammlungen aus den neuentdeckten Fundorten Bánfalva — Patakos und Dédestapolcsány — Gulyadéllő kommen weitere Eichenblätter vor. die ebenfalls in diese Formgruppe gehören, doch einerseits von den Blättern der Q. kubinyii (Kov.) CZECZOTT, anderseits von jenen der Q. pontica miocenica KUBÁT abweichen. Es gibt unter ihnen schmal lanzettliche Blätter, die an beiden Enden gleicherweise verschmälern, dann solche die am Grunde asymmetrisch, von einer gedrungenen Form und einem Ulmenblatt ähnlich sind. Es besteht die Hoffnung, dass aus diesen Fundorten die unerschöpflich zu sein scheinen, in den allernächsten Jahren eine so grosse Anzahl dieser Blattformen zutage gefördert wird, dass wir über die Variabilität dieser Formen eine klare Vor­stellung bekommen werden. Vorläufig geben wir hier nur einige Photos von diesen Formen (Taf. I. Fig. 4. Taf. III . Fig. 1-3, Taf. IV. Fig. 1, 2). Quercus urophylla UNG. — Soll nach É. KOVÁCS — ENDRŐDY von Q. mediter­ranea UNG. nicht unterscheidbar sein, da sie mit ihr mit einer ununterbrochenen Reihe von Übergangsformen verbunden ist. Quercus cf. canadensis WILLD. — Wurde auch aus Mád —Koldu nachge­wiesen. Quercus rhyolitica ANDREÁNSZKY . — Es wurde festgestellt, dass diese fossile Art in die Subsektion Sessiliflorae gehört und einen alten Typus dieser Subsektion darstellen dürfte. Quercus kovátsii Ë. KOVÁCS . — Dieser Name wurde für die Belege der Q. hispanica BÉR . aus dem ungarischen Sarmat gegeben, da der bisherige Name ungültig ist. Die Art gehört in den Formenkreis der Q. petraea (MATTUSCHKA) LIEBLEIN. Quercus pseudoilex Kov. — Gehört nicht in den Formenkreis der Steineiche (Q. ilex L.), kann viel eher mit Eichenárten aus Amerika, z. B. mit Q. minima

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