Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Bondor, L.: Mineralogisch-petrographische Untersuchungen der Oligozän-Schichten in der Umgebung von Budafok und Törökbálint
ANNALES HISTORICO-NATU RALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tnmus 55. PARS MINERALOG1CA ET PALAEONTOLOGICA 1963. Mineralocjiscli-petrocjrapliische Untersuchungen der Olicjozän-Sehichten in dor Um(jebun<| von Budafok und Törökbálint Von LÍVIA BONDOR, Budapest Die zu den sedimentgeologischen Untersuchungen gehörende mineralogischpetrographische Aufarbeitung der oberen Oligozän- und Miozän-Schichten der Umgebung von Budapest wurde bis jetzt noch nicht durchgeführt. Mit dem Ursprung des Kieses aus dem groben Trümmergestein des Burdigals und Helvets hat man sich bereits vielfach beschäftigt. A. VENDL und F. SCHAFARZIK konnten in dem helvetischen Kies von Sashalom Quarz, Quarzit-Schiefer, Granit, Aplit, Felzitporfir, Hornstein, Rotporfir und Piroxenandesit-Trümmer feststellen (5). F. HORUSITZKY vermutet das Abtragungsgebiet des helvetischen Kieses in Süd-Westen (2). T. BÄLDI beschrieb im Jahre 1958 den Strandkies des unteren Miozäns von Budafok—Törökbálint auf Grund der Gesteinbestimmungen von Frau SZÉKY , V. Fux und J. Kiss als aus der weiteren Umgebung des VelenceGebirges stammenden Quarzit, Ghalzedon, Lidit, Feuerstein, Granit, Gneis, Granitgneis, und verkieselten Amphibolandesit (1). Bei der von T. BÄLDI vorgenommenen paleontologischen und stratigraphischen Aufarbeitung der Oligozän- und Miozän-Entwicklungen der Umgebung von Budafok und Törökbálint ergab sich die Notwendigkeit einer mineralogisch-petrographischen Untersuchung der sandigen Schichten. Aus der Korn Verteilung und mineralogischen Zusammensetzung der bearbeiteten Proben versuchte ich auf das Ursprungsgebiet der Trümmer und die Umstände der Sedimentation (den Ablagerungsvorgang) zu schliessen. Die prozentuale Bestimmung der mineralogischen Zusammensetzung wurde im Kornbereich, Durchmesser 0,2—0,1 mm eigens für Schwer-Mineralien mit spezifischen Gewichten über 2,89 gr/cm 3 und eigens für leichte Mineralien mit kleineren spezifischen Gewichten mit Hilfe von quantitativen Prüfungen durchgeführt (Siehe Tabelle No. 1). Insgesamt wurden 6 Proben eingehend untersucht. Die erste Probe stammt aus einer südlich der Lokalbahnhaltestelle Törökbálint erschlossenen Glyzymeriden-Schichten des oberen Oligozäns. Der grosse Mengen an Molluskenschalenfragmenten enthaltende Sandstein ist weniger gut sortiert (Siehe Abb. No. 1). Unter den Schwermineralien ist der grüne Amphibol vorherrschend. Unter den in der Spaltungsrichtung faserigen, auffallend unversehrten Körnern mit einer Auslöschung von 9—15° sind wenig grösser als 0,2 mm. Die Auslöschung der ziemlich bedeutenden Menge braunen Amphibols beträgt 2—5°. Der Glaukophan von 3,5% und eine geringe Menge Tremolit erhöhen die Menge der Amphibole. Biotit ist in verschwindend geringer Menge anwesend. Die Chloritkörner sind an den Rändern und längs der Spaltung oxydiert, ihre Optik ist kaum wahrnehmbar. Der Apatit ist vollkommen unversehrt; Basis und Prisma sind darauf gut erkennbar. Auffallend viel Zoizit kommt in farbloser oder