Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Bondor, L.: Mineralogisch-petrographische Untersuchungen der Oligozän-Schichten in der Umgebung von Budafok und Törökbálint
24 L. BONDOR kaum wahrnehmbar gefärbter, gut erkennbarer Kristallform oder mit charakteristischer Spaltung vor. Die Magnetitmenge ist bedeutend. Die stängligen, unversehrten Turmalinkristalle sind stark pleochroitisch, von gelblichbraun bis grünlich-schwarz. Oft sind auch die terminalen Flächen an den Körnern erhalten. Ziemlich viel idiomorphe, kleinere oder grössere Zirkonkristalle liegen vor. Geringe Mengen von abgerundetem Rutil, stark abgewetztem Epidot und Staurolit ergänzen die Schwermineralienassoziation. Die Epigenkarbonatmenge ist gering. In der leichten Fraktion ist der stark abgewetzte magmatische und methamorphe Quarz vorherrschend. Der gleichfalls abgewetzte und zerfallene Feldspat ist in überwiegender Menge saurer Pla<iioklas. Die zweite Probe stammt aus einem verlassenen Weinkeller in Törökbálint und zwar aus den etwa 10 m über der Glyzymeriden-Bank liegenden oberen Oligozän-Schichten und ist gut sortierter feinkörniger Sandstein (Siehe Abb. No. 2). Die Schwerinineral-Assoziationen sind den vorgehenden ziemlich ähnlich. Auch hier ist der frische grüne Amphibol vorherrschend. Der braune Amphibol und Glaukophan ist auch bedeutend. Zwei verschiedene Turmalintypen können festgestellt werden. Der eine ist sehr stark pleochroitisch, säulenartig, zuweilen sind ausser den Prismenflächen auch trigonale und hexagonale Pyramiden erkennbar. Der andere Typ ist farblos, sein Pleochroismus farblos bis hellgelb, gleichfalls stängelig. Unter den idiomorphen Zirkonkristallen ist eine Verwachsung nach (101) vorfindbar, wobei beide Kristalle vollkommen unversehrt sind. Der stark abgeriebene Fpidot ist schwach pleochroitisch, enthält mehr Biotit und Chlorit. der Apatit fehlt, es kommt hingegen Disthen hinzu. Unter den leichten Mineralien befindet sich wesentlich mehr Feldspat als in der vorgehenden Probe. Diè 3. Probe stammt aus dem obersten Teil der oberen Oligozän-Schicht, nahe zur Oligozän Miozän Grenze aus dem Aufschluss neben dem Sportplatz in Törökbálint. Die Probe ist ein gutsortierter mittelkörniger Sandstein (Siehe Abb'. No. 3). 75% der Schwermineralien bestehen aus bräunlichrotem durchsichtigen und wenig abgewetztem Granat. Die Oberfläche eines Teiles der stark abgerundeten Magnetitkörner ist limonitisiert. An den farblosen Zoiziten sind oft Kristallformen erkennbar. Neben idiomorphen Zirkonkristallen sind auch stark abgewetzte Körnchen sichtbar. Der Biotit und Chlorit ist frisch. Der stängelige und abgerundete Rutil sowie Disthen ist gleichfalls bedeutend. Die Amphibolgruppe ist nur mit ziemlich wenigen Mineralien vertreten. Die leichten Abb. 1. Kornverteilungsund kumulative Kurve der Proben 1, 2, .'5, von Törökbálint.