Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)

Csepreghy-Meznerics, I.: Das Problem des "Chatt"-Aquitans in wissenschaftgeschichtlicher Beleuchtung

Über den „chattischen" Stratotyp kann also festgestellt werden, dass er existiert, es gibt aber nirgends eine Ausbildung, die mit ihm beruhigenderweise parallelisiert werden könnte. b. Die aquitanische Stufe. Die Lage des Stratotyps ist hier eine andere und noch verworrener. Ais MAYER—EYMAR den Begriff der aquitaniscben Stufe in die Literatur eingeführt hat, hat er weder 1853 noch 1857 für diese Stufe einen Stratotyp festgelegt. Die Festlegung erstreckte sich danach zuerst auf Bazas und Merignac, später aber nur noch auf die „Faluns von Bazas" (DOLLFUS, MUNIER—CHALMAS, LAPPARENT). Auch der Gedanke tauchte auf, dass man die Fauna von Anjoie im Jura-Gebiet der Nordschweiz als Stratotyp wählt (DURHAM, 1944, DEHM, 1949), der aber von RUTSCH (1951) wegen der mechanistischen Anwendung des Prioritätsprinzips mit Recht zurückgewiesen wurde. Auf Grund von mikro­faunistischen Überlegungen und unter Anwendung der Angaben von TOUR­NOUER (1862), DOLLFUS (1909) und DUTERRE (1920) haben neuerdings DROOGER, KASSCHICHTER & KEY (1955) die Festlegung eines neuen Stratotyps und zwar in den Profilen von Saucats (M in de l'Église) und la Rrède (M in Bernachon), im Liegenden der burdigalischen Bildungen vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde von den Neogenkonferenzen in Aix-en-Provence (1958) und Wien (1959) angenommen und durch das Neogene Comité (1960) bestätigt. Es gibt aber auch schwerwiegende Argumente, nach denen auch dieser Stratotypus nicht allen Anforderungen Genüge leisten kann. Dieser Auffassung gab CECHOVIC Ausdruck, als er das Streichen der aquitanischen Stufe Vorschlag (1959). Eine brackische oder Süssw r asserbiklung kann wirklich nicht als eine vergleichende Grundlage im Falle von marinen Bildungen herangezogen werden, umsoweniger als die zwischengelagerte marine Fauna, wie auch die des Han­genden, ein burdigalisches Alter aufweist. c. Die burdigalische Stufe. Die Lage des Stratotyps ist bier klar: Er w r urde von DEPÉRET (1892) in Saucats und Léognan angegeben und vom Neogenen Comité im Profil Léognan, Coquillat präzisiert (1960). Mit diesem Stratotyp lassen sich sowohl die Ost­wie auch die westmediterranen Ausbildungen klar parallelisieren. Diese Paral­lelisierung kann nicht allein anf Grund der Pectiniden sondern auch auf Grund der sonstigen Makro- und Mikrofauna durchgeführt werden. 2. Zusammenhang zwischen dem S t u f e n - B e g r i f f und S t u f e n - I n h a 11 a. Die Verhältnisse, die bis zur Einführung des Stuffennamen Chatt und Burdigal bestanden haben. Die erste Gliederung des europäischen Miozäns begann mit der Einführung der aquitanischen Stufe von MAYER —EYMAR. Der Stufenname Aquitan bedeu­tete aber damals nur die Abgrenzung des älteren Miozäns vom jüngeren. Aus diesem Grunde ist es also augenblicklich belanglos, ob MAYER—EYMAR einen Stratotyp angegeben hat oder nicht. Es gibt aber zwei Tatsachen, die von Bedeutung sind: 1. Die Tatsache, dass MAYER—EYMAR in die aquitanische Stufe die Ausbildungen von Bazas, Merignac, Kassel, Doberg und Sternberg

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