Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns
Das unter dem Namen M. dianae Ung. beschriebene Blatt ist kleiner und die Seitenadern stehen dichter. Die Seitenadern unseres Blattes stehen ziemlich entfernt voneinander, sie biegen sich nach vorne und sind stark bogenläufig. Auch entsprechen sie den übrigen aus dem Sarmat beschriebenen Magnolienblättern (4, pp. 57, 59) nicht. Gegen eine engere Verwandt schaft mit M. obovata Thbg. spricht doch der Umstand, dass unser Blatt offensichtlich immergrün war, während M. obovata Thbg. als hoher Baum des gemässigten Klimas winterkahl ist. Seine Heimat liegt in Japan und in Südostasien. MagnoZia-Blätter kommen in unserem Jungtertiär im allgemeinen dort vor wo das Klima durch höhere Niederschläge oder durch das ganze Jahr hindurch hohe Luftfeuchtigkeit ausgezeichnet ist. Die Arten der Gattung meiden" entschieden ein Klima mit ausgesprochener Sommerdürre. Die Gattung Magnolia ist eine der primitivsten unter unseren dikotylen Gattungen und dementsprechend kommen ihre Reste schon in sehr alten Schichten vor. So sind sie auch aus der Kreide bekannt. Gegenwärtig ist sie auf die nördliche Halbkugel beschränkt und besitzt dort zwei selbständige Verbreitungsareale, eins in Ostasien, das andere im atlantischen Nordamerika. Während dem Tertiär war sie eine auch in Europa stark vertretene Gattung, sie lebte hier bis zum Ende des Miozäns, wahrscheinlich auch noch im Pliozän, verschwand aber seitdem aus Europa vollständig. Ausser dem hier beschriebenen Blatt scheint noch ein anderer Rest ein Magnolia-B]aXt zu sein. Der Rest ist nur ein ganz kleines Fragment und auch Abb. 2. Magnolia cfr. obovata Thbg. — Bruchteil eines Blattes.