Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)
Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte
nur bei den Eumeniden, bei welcher Familie die Reihenfolge um ein Abdominalsegment nach vorne verschoben erscheint. Im allgemeinen stimmen also diese Ergebnisse mit den entsprechenden Resultaten der Literatur überein. Untersuchen wir aber die Verteilung der Männchen und Weibchen getrennt bezüglich ihrer Verteilung auf die einzelnen Intersegmentalmembranen, so stimmen die so erhaltenen Zahlen nicht mehr mit den Literaturangaben überein. Ziehen wir die zusammenfassenden Zahlen in Betracht, so sehen wir, dass die meisten Männchen (86) in der Intersegmentalmembran zwischen dem 4. und 5. Abdominaltergit auftreten. Mit abnehmenden Männchenzahlen folgen dann der Reihe nach die Intersegmentalmembranen zwischen dem 3. und 4. Tergit (38) und die zwischen dem 5. und 6. Tergit (19); die kleinste Zahl von Männchen finden wir zwischen dem 2. und 3. Tergit (4), während unter dem 1. Tergit kein einziges Männchen angetroffen werden konnte, aber auch kein Weibchen. Abgesehen von kleineren Verschiebungen sehen wir dieselben Verhältnisse, wenn wir die Detailangaben für die einzelnen Familien durchmustern, ja bei Andrena ovatula Kirby liegen alle 12 gefundenen Männchen bzw. männlichen Puparien ausschliesslich zwischen dem 4. und 5. Tergit. Bei den Weibchen finden wir ganz ähnliche Verhältnisse. Die meisten Weibchen (281) wurden zwischen dem 4. und 5. Tergit beobachtet, zwischen dem 3. und 5. Tergit 59 Weibchen, zwischen dem 5. und 6. Tergit 48, sowie zwischen dem 2. und 3. 7 Weibchen. Bei Andrena ovatula Kirby liegen 96.3% aller nachgewiesener Weibchen in der Intersegmentalmembran zwischen dem 4. und 5. Tergit. Anhand des mir vorliegenden Materiales kann also festgestellt werden, dass die Verteilung der Strepsipteren auf die einzelnen Intersegmentalmembranen keine geschlechtsgebundenen Unterschiede aufweist. Männchen und Weibchen zeigen weitgehendst übereinstimmende Verteilung. Also es kann weder ein Uberwiegen der Männchen im vorderen Abschnitt des Wirtsabdomens festgestellt werden, noch ein solches der Weibchen im hinteren Abschnitt. Der Grund der Verteilung der Strepsipteren bzw. der Häufigkeit ihres Auftretens in den einzelnen Intersegmentalmembranen kann also nicht in der geschlechtsbedingten Körpergrösse der Parasiten gesucht werden, sondern einzig und allein in der Beschaffenheit der Intersegmentalmembranen des Wirtstieres. Dort, wo diese Membranen am breitesten sind und am leichtesten ausgedehnt und durchbrochen werden können, dort finden wir also die meisten Strepsipteren, u. zw. gleicherweise männliche Puparien und Weibchen. Die vorteilhaftesten Bedingungen in dieser Beziehung scheinen nach Tabelle II bei dem grössten Teil der Hvmenopteren in der Intersegmentalmembran zwischen dem 4. und 5. Tergit gegeben zu sein, bei den Eumeniden dagegen wahrscheinlich zwischen dem 3. und 4. Sind aber im Abdomen eines Wirtstieres mehrere Strepsipteren, bzw. L 2 vorhanden, so kann dies natürlich zu beträchtlichen Verschiebungen Anlass geben, u. zw. z. T. auf Grund der sich auf diese Weise ergebenden Raumkonkurrenz und z. T. dadurch, dass sich die L 2 während ihrer dem Durchbruch der Ab dominai wand des Wirtes vorangehenden Suchbewegungen gegenseitig stören und sich infolgendessen mit eventuell weniger günstigen Durchbruchsstellen begnügen müssen. Die Untersuchung des mir vorliegenden Materiales, aber auch die Durchsicht der Strepsipteren-Literatur, hauptsächlich ihrer Abbildungen führte nun zu der Erkenntnis, dass der Grossteil der bisher bekannten weiblichen Cephalothoraces mehr oder weniger asymmetrisch gebaut ist (siehe Abb. 2). Von selbst drängt sich dabei die Frage auf, handelt es sich bei dieser Asymmetrie vielleicht um ein artgebundenes Merkmal und womit ist sie überhaupt zu erklären ? Auf beide Fragen fin-