Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte

den wir die Antwort ebenfalls in Tabelle II. Vergleichen wir nämlich die entspre­chenden Angaben der Tabelle, so sehen wir auf den ersten Blick, dass 1. der Gross­teil der Strepsipteren (86.9%) an den Seiten der Tergite liegt und nur 13.1% in der Medianlinie oder in ihrer unmittelbaren Nähe, und dass 2. die Verteilung auf die beiden Seiten annähernd die gleiche ist (links 44.8%, rechts 42.1% aller Stre­Abb. 2. Ende des Abdomens einer weiblichen Melitturga clavicornis Latr. (Zamárdi) mit dem Céphalothorax eines Weibchens der Strepsipteren-Art Stylops Friesei Hofeneder nnd mit 3 auf ihm zu sehenden L r psipteren). Diese Tatsache lässt nun sofort die Antwort auf die beiden oben auf­geworfenen Fragen erkennen. Die Stelle der Intersegmentalmembran selbst, an welcher der Parasit durchbricht und an welcher er dann seine endgültige Lage einnimmt, kann nämlich auf Grund der angegebenen Zahlen bzw. Prozente auf keinen Falle durch irgendeine artbedingte Auswahl von Seiten des Parasiten erklärt werden, sondern nur durch die Ausnützung irgendwelcher räumlicher oder mechanischer Gegebenheiten des Wirtskörpers. Und diese Gegebenheit muss höchstwahrscheinlich darin angenommen werden, dass die abdominalen Intersegmentalmembranen an den beiden Seiten der Tergite bessere Durch­bruchsmöglichkeiten bieten als in der Medianlinie, so dass also die überwiegende Mehrzahl der Parasiten eben an diesen Stellen anzutreffen ist. Da die Abdominal­tergite der Hymenopteren im allgemeinen an ihrem Vorderrande stärker quer­gewölbt erscheinen als an ihrem Hinterrande, liegen die sich dachziegelartig über­deckenden Tergite in der Mittellinie eng aufeinander gepresst, während sie gegen die beiden Seiten zu sich immer lockerer decken. Diese Tatsache erklärt nun nicht nur die scheinbare „Bevorzugung" der seitlichen Partien der Intersegmental­membranen durch die Strepsipteren, sondern auch die erwähnten Fälle der Asymmetrie der Cephalolhoraces der Weibchen. Die Kopf brüst der Weibchen ist nämlich ganz einfach an ihrer der Medianlinie des Wirtsabdomens zugewand­ten Seite einem viel stärkeren Druck ausgesetzt als an ihrer abgewandten Seite, was selbstverständlich sehr leicht zu einer asymmetrischen Ausbildung führen kann und auch führt. Wir sehen also, dass neben den aus der Literatur allgemein bekannten, zu mehr minder schwerwiegenden Missbildungen des Wirtsabdomens führenden Einwirkungen der Anwesenheit einer Strepsiptere auch eine durch den Bau des Wirtsabdomens bedingte Gegenwirkung auf die Atisbildung des Cephalo-

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