Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)
Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges
Asterocyclina bayani, wegen des schlechten Erhaltungszustandes auch bei dieser Art nicht untersucht werden. Die äusseren Merkmale stimmen vollkommen mit den Abbildungen und der Beschreibung von Llueca (1929) überein und darum identifiziere ich diese Exemplare ganz sicher mit der Art Asterocyclina riojai. Ich möchte noch erwähnen, dass auch die Beschreibung von Llueca nur die äusseren Merkmale in Betracht gezogen hat. Äussere Merkmale. Scheibenförmige Asterocyclinen mit einem zickzackförmigen Rand. In der Mitte befindet sich ein gut entwickelter Knopf, aus dem 8—10 sich erhebende Rippen ausgehen, die bis zum Ende gleich dick sind. Zwischen den Rippen ist der Rand des Gehäuses konkav, wodurch der Umriss des Gehäuses sehr charakteristisch ausgebildet wird. Der durchschnittliche Durchmesser beträgt 6,7 mm, die Dicke 1,4 mm. Die Oberfläche wird dicht von Pfeilern bedeckt, die sowohl am Knopf wie auch an den Rippen einen etwas grösseren Durchmesser haben als an der Oberfläche zwischen den Rippen. Unterscheidung von den anderen Arten. Die Anzahl der Rippen von Asterocyclina riojai ist immer grösser als die von Asterocyclina stellata. Bei Asterocyclina bayani ist der Knopf entwickelter und die Anzahl der Rippen weniger als bei Asterocyclina riojai. Vorkommen. In Ungarn kommt diese Form im Fundort Köleskepe árok 2 bei Ajka vor. Sie wurde hier in den an Discocycliniden ausserordentlich reichen oberlutetischen Mergelschichten gefunden. 6. Paläobiologische Betrachtungen Abnormale Erscheinungen. — Zusammenwachsen. — Im Laufe unserer Untersuchungen kam eine sehr interessante Form in unsere Hände. Zwei gebogene Discocyclinen scheinen zur Hälfte zusammengewachsen zu sein, während die beiden anderen gebogenen Hälften die ursprüngliche Richtung beibehalten haben, wodurch das ganze Exemplar in der Oberansicht einem dreizackigen Stern ähnlich ist (Taf. II, Fig. 2). Ich möchte diese eigenartige Form hier um so mehr beschreiben, weil in der Literatur bis jetzt noch keine ähnliche Form erwähnt wurde. Berry (1931) berichtet von abnormalen Lepidocyclinen. Die zusammengewachsenen Examplare vertreten die makrosphärischen Formen der Art D. pratti. Infolge der eigenartigen Form können ein grösserer und drei kleinere Durchmesser gemessen werden. Sie betragen der Reihe nach 6,4 bezw. 5,0, 5,1 und 5,2 mm, sodass die Exemplare ziemlich gut entwickelt sind. In ihren äusseren Merkmalen sind sie mit den normalen Exemplaren übereinstimmend. Die Verhältnisse der inneren Struktur können wir nicht bekannt geben, da wir dieses enzige Exemplar nicht anschleifen wollten. Im Zusammenhange mit diesem „Zusammenwachsen" haben wir auch mehrere Vorstellungen. Eine Möglichkeit wäre, dass die beiden Gehäuse im Laufe der Fossilisation durch irgend ein stark bindendes Material zusammenzementiert worden sind. Da aber auch die sorgfältigste ßntersuchung kein Bindematerial nachweisen konnte, muss diese Auffassung fortfallen. Nach einer anderen Vorstellung könnte man annehmen, dass die Ontogenese bei diesen Exemplaren mit einem einzigen Embryonalapparat begonnen hat und die normale Weiterentwicklung durch irgend eine äussere Einwirkung