Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)
Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges
betont werden, dass die randliche Länge der Aquatorialkammern unter der der übrigen Actinocyclinen bleibt. Unterscheidung von anderen Arten. Actinocyclina patellaris besitzt einen kräftig entwickelten Knopf und wenige, starke, sich verzweigende Rippen. Der Knopf von Actinocyclina radians ist bedeutend kleiner, sie besitzt dünne Rippen in einer grossen Anzahl. Actinocyclina tenuicostata besitzt einen kleinen Knopf und sehr dünne Rippen in grosser Anzahl. Vorkommen. Die Art war in Ungarn bis jetzt nur aus dem Budaer Gebirge bekannt. Im südlichen Bakony kommt sie aus dem Fundort Köleskepe árok 2 im oberlutetischen Mergel, wo auch sonst so viele interessante und seltene Arten gefunden worden sind, vor. Subfamilia Orbitoclypeinae Brönnimann, 1946 Genus Asterocyclina Gümbel, 1868 Das Gehäuse ist stern- oder scheibenförmig, selten fünfeckig und seine Oberfläche ist nur mit einigen radialen Rippen versehen. Das Gehäuse wird von einer Schicht der Äquatorialkammern und zwei darüber lagernden Lateralkammerschichten aufgebaut. Die Ringe der äquatorialen Schicht werden von selbständigen Kammern gebildet, sodass die Ringe nicht von sekundären Septen in Kämmerchen eingeteilt werden. Dieser strukturelle Aufbau unterscheidet sich grundsätzlich sowohl von dem der Discocyclinen wie auch von dem der Actinocyclinen und darum hat Brönnimann (19466, p. 612) für die Asterocyclinen eine selbständige Unterfamilie aufgestellt. Der Embryonalapparat ist meistens nephrolepidin. Manchmal sieht man auch den Fall, wo der Protoconch gleich gross mit dem Deuteroconch ist (isolepidine Anordnung). Die Äquatorialkammern sind teils radial, teils interradial. Am Aufbau der Rippen nehmen die Äquatorialkammern teil und die Lateralkammern bedecken nur diese Schicht (Abb. 24). Die bei den Discocyclinen erwähnte schwarze Linie kann auch hier beobachtet werden, sie ist auch hier eine dünne Spalte zwischen 2 benachbarten Kammerwänden. Ein richtiges Kanalsystem fehlt also auch hier. Auf Grund der feinstrukturellen Untersuchungen (Brönnimann, 19466, p. 611) hat sich herausgestellt, dass der Bauplan bei Asterocyclinen ein anderer ist als bei Discocyclina oder Actinocyclina. Gerade darum kann keine unmittelbare verwandtschaftliche Beziehung zwischen ihnen bestehen. Die Ergebnisse der Untersuchungen von Brönnimann (p. 609) ergaben, dass die innere Struktur von Asterocyclina eine grosse Ähnlichkeit mit der von Orbitoclypeus aufweist. Darum nimmt er an, dass die Asterocyclinen vom Or6itoclypeus abstammen. Die Untersuchung der inneren Struktur der Asterocyclinen aus dem südlichen Bakony wurde durch den Umstand ausserordentlich erschwert, dass das Material in einem sehr schlechten Erhaltungszustand zum Vorschein kam. Darum ist es mir nicht gelungen, Axialschnitte zu verfertigen, es w r aren aber auch unter den Äquatorialschnitten keine Präparate, die sich für das Photographieren geeignet hätten. 5 Természettudományi Múzeum Évkönyve