Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Vajda, Gy. ; Backhausz, R.: Nachweis der Antispermine mit Hilfe der zytotropischen Reaktion

Ergebnisse 1. Blutserumuntersuchung an immunisierten Kaninchen Wir impften 8 Kaninchen i. v. mit menschlichen Sperma von normalen Spermiengehalte, und zwar in der Weise, dass jedes Tier die Spermien einer ande­ren Personen erhielt. Die Verabreichung geschah in zunehmenden Dosen von 0,1—1,2 ccm. Die Impfungen fanden in der Regel in Zeitabständen von 2 Wochen statt und wurden von den Tieren im allgemeinen gut vertragen. Bei einzelnen Tieren erschienen die Antikörper im Serum bereits nach der ersten, bei anderen nach der dritten oder vierten Impfung. Zur Kontroll dienten vier Kaninchengruppen : Die erste Gruppe blieb ungeimpft, die zweite Gruppe erhielt zur Gruppe О gehörende, D-positive menschliche rote Blutkörperchen vom Typ M, die dritte wurde mit an Al(OH)., gebundenem menschlichem Eiweiss und die vierte Gruppe mit Shigella-Para­dysenteriestämmen immunisiert. Sowohl das Blutserum der mit Spermien als das der mit den übrigen Stoffen geimpften Kaninchen wurde mit Spermien ver­schiedener Individuen von bekannter Blutgruppe zusammengebracht und untersucht. Eine zytotropische Wirkung war nur im Blutserum der mit mensch­lichen Spermien geimpften Kaninchen zu beobachten, die im Durchschnitt 2,75% betrug, während das Serum der übrigen Kaninchen die Phagozytose der Spermien nicht gefördert hatte. Das Blutserum eines mit dem Sperma einer zur Blutgruppe A, Bluttyp D-positiv gehörenden Personen geimpften Kaninchens wurde mit Spermien von Individuen verschiedener Blutgruppe und verschiedenen Bluttyps zusammengebracht. Die Vercuche ergaben folgendes : das Sperma von 3 Personen war negativ, mit 3 Spermien war die Phagozytose unterhalb 1% (ebenfalls als negativ zu betrachten), 1 Sperma ergab eine l%ige Phagozy­tose und 2 ergaben einen Wert über 1% (4,5 bzw. 6,25%). Zwischen der indivi­duellen Spermienphagozytose und den Blutgruppen war keine Paralellität zu beobachten. Aus den Versuchen ist daher ersichtlich, dass die Antispermine eine zyto­tropische, phagozytosefördernde Wirkung haben. Auf Grund der zytotropischen Wirkung lässt sich auch der Titer der Antispermine enthaltenden Sera bestimmen. Von dem Blutserum wird eine auf 1 : 2 abgestufte Verdünnungsreihe abgesetzt und dann den Serumverdünnungen die gleiche Menge Spermasuspension beigefügt. Die Mischungen werden in der üblichen Weise intraperitoneal injiziert. Mit diesem Verfahren zeigten die Immunseren der verschiedenen Kaninchen einen Titerwert von 1 : 64—1 : 256. Der Heteroagglutinintiter gegenüber menschlichen roten Blutkörperchen der mit Spermien geimpften Kaninchen stieg im Laufe der Immunisierung von 1 : 2—1 : 4 auf 1 : 16—1 : 32 an. 2. Untersuchung Menschlicher Blutseren Um festzustellen, ob die zytotropische Reaktion zur Untersuchung Anti­spermine enthaltender menschlicher Blutseren geeignet ist oder nicht,wählten wir als Kontrollen nur Personen, bei welchen das Vorhandensein von Antisper­minen im Blutserum nicht anzunehmen war. Es wurden 28, zu verschiedenen Bluttypen und Blutgruppen gehörende Männer untersucht, von welchen bei 3 im Blutserum auch Rh-Antikörper nachweisbar waren. Die Phagozytose war

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