Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

die Weibchen. Spikula 22,4 ц, Gubernaculum 8,3 ц lang, ein wenig länger als 1/3 der Spikula. C. elongatus de Man ist eine der häufigsten Cephalobus-Arten, in Europa und Nord­amerika verbreitet und meist terrikol, seltener pflanzenparasitisch. Auch in Ungarn die häufigste Art der Gattung und wurde auch im Bükk-Gebirge am häufigsten gefunden. Sie kam in 6 Proben vor, uzw. in Walderde, in Moosrasen auf der Erde, in submergem Moos, im Detritus eines Baches und schliesslich im Rest des Sphagnum-Moores von Egerbakta. In diesem Sphagnum-Moor fand auch Soós (1938) Cephalobus elongatus. 63. Cephalobus (Tricephalobus) similigaster n. sp. (Abbildung 20 a-d.) Fundort : 31 (10 4 juv). Masse: $ (n = 8), L = 0,235-0,389 (im allgemeinen 0,280) mm, а = 17,3-21,0, b =e? 3,7-4,3, с = 4,0-4,6, V = 53,6-55,8%. Eine winzige, langschwänzige Art. Körpergrösse ziemlich variierend, aber meist unter 0,3 mm. Kopfende abgerundet, mit 3 flachen, sehr undeutlichen Lippen ohne Papillen. Kutikula sehr fein geringelt, dünn. Ringelung nur mit Immersion erkennbar. Mundhöhle prismatisch, mit wenig deutlichen Chitin­stäbchen. Form des Ösophagus typisch für diese Art, Rhabditis-artig, mit gut entwickeltem Mittel- und Endbulbus, letzterer mit Klappenapparat. Die beiden Teile des Ösophagus verhalten sich zueinander wie 3:2. Exkretionsporus nicht nachgewiesen. Darm dickwandig, Vorderende mit etwas magenartig erweitertem Lumen. Enddarm kurz. Schwanz allmählich verschmälert , am Ende fein zugespitzt. Ich fand leider nur weibliche Exemplare. Geschlechtsorgan unpaarig prävulvar, aber hinter die Vulva geneigt, weshalb es paarig erscheint. Der umgeschlagene Teil wendet sich wieder und zieht nach vorn. Ein postvulvarer Uterusast fehlt. Drei Weibchen mit ovalen Eiern. Eigrösse : 33,6—36,4 //xl4,0 —16,8 ju. Cephalobus similigaster n. sp. gehört wegen seiner drei Lippen zur Untergattung Trice­phalobus Steiner. Nach der Form des Ösophagus steht die vorliegende Art Cephalobus similis Cobb und der von S t e i n e r als Tricephalobus longicaudatus (B ü t s с h 1 i) beschriebenen Art am nächsten. Die S t e i n e r'sche Art ist aber — wie es schon W. Schneider (1939) erwähnt — nicht mit C. longicaudatus von В ü t s с h 1 i identisch, weil sie durch die Stellung des Exkretionsporus, die Form des Ösophagus und der Spikula, sowie durch ihre geringere Grösse von der В ü t s с h 1 i'schen Art abweicht. Deshalb betrachte ich sie als eine selbständige Art und benenne sie als C. (Tricephalobus ) steinen' nom. n. C. similigaster n. sp. unterscheidet sich von C. similis Cobb durch geringere Körpergrösse, längeren Schwanz und undeutliche Lippen, von C. steineri nom. n. auch durch geringere Körpergrösse, längeren Schwanz und kürzeres Ovarium. Ich fand die neue Art im dunkelbraunen Wasser eines Baumstrunkes in Gesellschaft von Diploscapter coronata (С о b b) und Aphelenchoides parietinus (Bastian). 64. Plectoncluis coronatus Fuchs 1930. Fundort: 1 (1 <J). < Masse: S, L = 0,491 mm, а = 23,6, b = 3,5, с = 15,3, G ö = 37,5%, U = 13,3%. Das einzige von mir gefundene Männchen stimmt mit de r Beschreibung von Fuchs (1930) völlig überein*. Für diese Art ist sehr charakteristisch, dass die Ränder der Lippen kutikularisiert sind. Seitenmembran etwa 1/3 der Körper­breite. Schwanz mit Endspitzchen, das hauptsächlich in Medianansicht deutlich ist. Spikula 18,5 /t lang. Körperende mit 3 Präanal- und 3 Postanalpapillen. Fuchs beschrieb diese interessante Art aus dem Mulm in Brutgängen von Scolytus mali. Im Bükk-Gebirge fand ich die Art in einem ähnlichen Biotop, uzw. im Mulm unter Baum­rinde, in Gesellschaft von Axonchium dudichi n. sp., Anguillulina dipsacoidea n. sp. und Aphe­lenchoides parietinus (Bastian). Gattung und Art für die Fauna Ungarns neu. 44

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