Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

65. Panagrolaimus detritophagus F u с h s 1930. Fundort : 38 (1 <J, 4 juv). Masse : <J, L = 0,848 mm. a = 30,9, h = 5,1, с 19,4, G b = 34,6%, U = 6,6%. Das vorliegende Exemplar stimmt mit der Beschreibung von F u с h s (1930). völlig überein. Seitenmembran schmal, 3,2 ц dick, 1/8 der Körperlänge. Darmiumen breit. Schwanzspitze 1/5,4 der Schwanzlänge. Zahl und Anordnung der Papillen wie von Fuchs angegeben. Spikula aber länger (28 ц) als bei Fuchs (19,7//). Gubernaculum 11,0 /* lang. Mundhöhle 7,4 // lang. P. delritophagus Fuchs ist eine in faulenden Abfällen lebende Art, die ich im Bükk­Gebirge in frischem Mulm auf der Erde, im September, in Gesellschaft von Rhabditis dolichura (A. Sehn e i d e r) und Diplogaster entomophaga Steiner sammelte. 66. Cheilobus schneideri (Bütscjhli 1873.) (Syn. Rhabditis schneideri Bütschli 1873, Rhabditis cobbi Hnatewytsch 1929, Rhabditis sp. Hnatewytsch 1929, Rhabditophanes brassicae Fuchs 1930.) Fundorte : 81 (1 $,5 juv), 93 (1 3 juv), 96 (3 $), 97 (2 Ç, 1 juv). Insgesamt 7 9 juv. Masse: $ (n 2), L 0,483-0,667 mm, а - 15,1-20,8, b =4,1-5,0, с = 8-9,5, V = 52,3-53,4%. Kutikula sehr dünn. Mundhöhle kurz, etwa 1/15 der Ösophaguslänge, in Form und Bau mit der Beschreibung und den Abbildungen von Fuchs völlig übereinstimmend. Vorderteil des Ösophagus mit drei schwachen, mehr-weniger deutlichen Anschwellungen. Darmlumen sehr weit, Darmwand dünn. Ovarien lang, weit nach vorn und hinten gestreckt. 3 Weibchen mit je einem oder zwei Eiern. Eigrösse : 50,4—52,8^x27,2—30,8//. Die untersuchten Exemplare stimmen sonst mit der Beschreibung von Bütschli und Fuchs überein. Unter den Kopfpapillen ziehen zwei Kanälchen, die schon von Bütschli erwähnt wurden, Bütschli bemerkte, dass aus diesen »eine secretartige Masse« ausfliesst. Diese Organe stellen also wahrscheinlich Sekretionsorgane dar. Die Art wurde zum erstenmal von Bütschli 1873 unter dem Namen Rhabditis schneideri beschrieben, es ist aber wahrscheinlich, dass auch schon A. Schneider diese Art kannte. Schneider (1866, p. 321) erwähnt nämlich eine Nematoden-Art, die er im Schleim eines Limax cinereus fand, beschreibt dieses Tier aber nicht ausführlich, sondern stellt nur fest, dass es Leptodera appendiculata sehr ähnlich ist. Obwohl die Ovarien reife Eier ent­hielten, sah Schneider keine Spermien und hielt deshalb diese Art für parthenogenetisch : »Fortpflanzung ohne Befruchtung«. Bütschli (1873) fand später eine Nematoden-Art in faulenden Pilzen, die er für identisch mit der Sc hn ei-d e r'schen Art hielt, sie als Rhabditis schneideri benannte und zugleich eine ausführliche Beschreibung dieser Art gab. Im Jahre 1930 beschrieb nun Fuchs aus faulenden Abfällen eine neue Gattung mit zwei Arten. Beschreibung und Abbildungen der einen Art, Rhabditophanes brassicae Fuchs stimmen mit den Abbildungen und der Diagnose der В ü t s с h 1 i'schen Art völlig überein. Zweifellos beschrieb also Fuchs die Art von Bütschli noch einmal als eine neue Art. Die Gattung Rhabditophanes Fuchs ist mit der Gattung Cheilobus С о b b, in welche die Art Bütschli's gestellt wurde, synonym. Die von Hnatewytsch (1929) beschriebene Art Rhabditis cobbi ist ebenfalls mit Ch. schneideri synonym. Der Verfasser erwähnt schon, dass Rh. cobbi durch den Bau der Mund­höhle vbn der Gattung Rhabditis abweicht. Hnatewytsch schreibt, dass der Vorderteil des Ösophagus zylindrisch ist ; die drei Anschwellungen des Ösophagus waren auch bei den von mir untersuchten Exemplaren manchmal undeutlich. Sonst stimmt Rh. cobbi in allen Merkmalen und Massen mit Cheilobus schneideri überein. Weiters beschreibt Hnatewytsch noch drei Arten als Rhabditis sp., die er nichtjexakt bestimmen konnte. Auch die dritte Rhabditis sp., von der er eine Kopfabbildung gibt, stimmt mit unserer Art vollkommen überein. Cheilobus schneideri (Bütschli) ist ein Fäulnisbewohner. Im Bükk-Gebirge fand ich diese Art in einem faulenden Baum und im Schleimfluss eines Buchenstammes, in Gesell­schaft saprophiler Arten, in einer Höhe von etwa 900 m. Gattung und Art für die Fauna Ungarns neu. 45

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