Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)

Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge

6. Ironus tenuicaudatus de Man 1876. Fundorte: 54 (1 $), 120 (1 $). Masse : $ (n = 2), L = 2,638 - 2,940 mm, a = 33,6 - 57,0, b = 5,2-5,4, с = 12,5­12,8, V = 50,9-52,5%. , Kutikula mit feiner, welliger Längsstreifung, die besonders am Körperende deutlich wird. Mundhöhlenlänge % des Ösophagus, Mundhöhle etwa 23mal so lang wie breit, 86,8—98//. Das eine Weibchen mit 2 Eiern : 162,4—170,8^ x 56,0— 60,2 /1 . Vaginalmuskulatur kräftig. Kopfborsten zart, aber deutlich. Ich fand diese Art im Periphyton eines Baches und im Schlamm eines Tümpels. Die Gattung Ironus gehört zu. den problematischesten Gattungen, deren Arten und Formen schwer zu charakterisieren sind, so dass die einzelnen Autoren die systematische Stellung der hierher gehörenden Arten sehr verschieden bewerten. Alle bisher beschriebenen Arten der Gattung gehören aber eigentlich einem einzigen Formenkreis an, uzw. dem von /. ignavus Bastian. Micoletzky zog nun 1922 alle Ironus- Arten in /. ignavus zusammen und spricht also nur von einer Art, bei welcher nach Brakenhoff zwei Varietäten zu unterscheiden sind, die langschwanzige var. typicus Brakenhoff (syn. I. longicaudatus de Man) und die kurzschwanzige var. brevicaudatus Brakenhoff (syn. I. tenuicaudatus de Man). Bei var. typicus с = 3,1 —8, bei var. brevicaudatus с = 11 —39. Micoletzky stellt den von Bastian beschriebenen Typus (c = 7,7) zwischen diese beiden Formen, , reiht ihn aber eigentlich in var. brevicaudatus ein, da das Tier von Bastian ein jugendliches Exemplar war. W. Schneider (1939) hält die beiden Formen für selbständige Arten und nennt die erste Form I. ignavus Bastian, die zweite I. tenuicaudatus de Man. Er bemerk noch, dass sich I. ignavus ausser durch seinen kürzeren Schwanz auch durch seine geringere * Körpergrösse von I. tenuicaudatus unterscheidet. Ausserdem lebt die erste Art terrestrisch und die andere aquatil. Meines Erachtens kann die Frage nur durch vergleichenden Untersuchungen der beiden Arten geklärt werden. Bei der Durchsicht der wichtigsten Literatur der Gattung Ironus nahm ich nun zu dem Schluss, dass die beiden Arten S с h n e i d e r's wahrscheinlich nicht selbständige Arten sind und dass einige der übrigen beschriebenen Formen wohl nicht zu ihnen eingereih werden können. Die beiden Formen zeigen allmähliche Übergänge sowohl in der Körpergrösse als auch in der Lebensweise. So fand S t e f a n s к i (1915, 1928) 2,952-2,980 mm lange Tiere, Liebermann (1931) sogar ein 3,00 mm langes Exemplar. Demgegenüber erwähnt А 11 g é n (1925) ein 2,00 mm bezw. Liebermann (1931) ein 2,10 mm langes Exemplar. Wenn wir aber nur die Mittelwerte der zahlreichen Angaben der Literatur betrachten (/. ignavus: L = 1,306—3,00 mm, tenuicaudatus: L =2,0—4,2 mm), so wird- es offenbar, dass der Unter­schied in der Körpergrösse nur sehr gering ist. Die beiden Formen können aber auch auf Grund ihrer Biotope nicht getrennt werden. Obwohl I. ignavus hauptsächlich terrikol ist, /. tenuicaudatus aber meistens aquatil, so findet man auch zahlreiche widersprechende Angaben. So erwähnen z. В. В a st i a n(1865), Daday (1899), Stefanski (1916, 1938), Allgén (1925) und Liebermann (1931) I. ignavus aus Süsswasser, während schon de Man (1880) das terrikole Vorkommen von I. tenuicaudatus feststellt. Aber auch als ökologische Rassen können diese beiden Formen nicht betrachtet werden, weil ihr gemeinschaftliches Vorkommen beo­bachtet wurde. Mit Berücksichtigung dieser Angaben kpnn ich" nun feststellen, dass sie wahr­< scheinlich zu einer Art zusammenzuziehen sind, bezw. die Varietäten einundderselben Art dar­stellen. Was die übrigen beschriebenen Formen der Gattung Ironus betrifft, so muss man einige von diesen unzweifelhaft mit den beiden obigen Arten oder Varietäten synonymisieren, bezw. entweder als Varietäten der Stammart I. ignavus oder als selbständige Arten betrachten. Schliesslich bleiben noch zwei Formen übrig, I. ignavus var. vergicaudatus Jägerskiöld (1915), der nach Micoletzky (1922) nur ein nomen nudum ist, und der von Daday (1901) aus Neu-Guinea beschriebene I. longicollis, der jedoch wegen der fehlenden Zahnbildungen nicht zu dieser Gattung gehört. Die Synonyme von I. ignavus var. typicus Brakenhoff 1913 sind : I. longicaudatus d e M a n 1884, Cephalonema longicauda С о b b 1893, I. filicauda Daday 1899. Die Syno­nyme von I. ignavus var. tenuicaudatus de Man 1876 sind: I. entzii Daday 1894. I. helveticus Daday 1911 und I. americanus Cobb 1914. Nach den Beschreibungen und Abbildungen gibt es keinen Zweifel, dass /. longicaudatus de Man und Cephalonema longicauda С о b b Synonyme von I. ignavus var. typicus, weiters I. americanus С о b b ein Synonym von I. ignavus var. tenuicaudatus sind. Bei den Daday'­schen Arten kann dies nicht so leicht festgestellt werden, weil besonders die Abbildungen von 20

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