Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Andrássy, I.: Freilebende Nematoden aus dem Bükk-Gebirge
Da day nicht immer exakt sind. Nach seiner Beschreibung ist es wahrscheinlich, dass I. filicauda mit I. ignavus var. typicus synonym ist. Weiters kann festgestellt werden, dass auch I.entzii und I.helveticus mit 7. ignavus var.tenuicaudatus synonym sind, da die Originalexemplare von D a d a y in der Sammlung des Naturwissenschaftlichen Museums in Budapest vorhanden sind. Obwohl der Typus von I. entzii hier nicht zu finden ist, fand ich aber vier Präparate mit je einem Exemplar aus verschiedenen Teichen der Hohen Tatra, die von D a d a y selbst als I. entzii bestimmt wurden. Diese sind unzweifelhaft mit I. ignavus var. tenuicaudatus identisch. Die typischen Exemplare von I. helveticus sind jedoch vorhanden, uzw. 2 Tiere vom Vierwaldstädter-See (aus einer Tiefe von 32, bezw. 40 m), 2 Tiere vom Neuenburger-See (aus Tiefen von 75 und 104 m). Auch diese Exemplare sind mit der obigen Varietät identisch. Ausserdem fand ich unter den Dada y'schen Präparaten ein Exemplar vom Poprader Teich, das als I. tatrica D a d a y bestimmt war. Da aber meines Wissens die Beschreibung dieser Art nicht mitgeteilt wurde, bleibt sie nur ein »nomen in collectione«. Sonst stimmt dieses Tier mit I. ignavus var tenuicaudatus völlig überein. Ich betrachte die übrigen beschriebenen Arten und Formen der Gattung Ironus als Varietäten der Stammart, oder als selbständige Arten. Diese sind folgende: I. papuanus Daday 1899, I. truncatus S t e f a n s к i 1916, /. minor Cobb 1919, /. ignavus var. colourus Steiner 1919 und I. intermsdius Stefanski 1936. 7. Axonchium dudichi n. sp. (Abbildung 3 a-b.) Fundorte: 1 (6 Ç), 95 (1 Ç, 1 juv). Insgesamt 7 Ç, 1 juv. Masse : $ (n = 7), L = 0,354-0,416 mm, a = 20-26, b = 2,9-3,9, с = 31,6-43,3, V = 55,3-56,9% ; G x = 12,5-14,3%, G 2 = 9,6-11,6% (n = 2). Körpergestalt zylindrisch, an beiden Enden abgerundet. Vorderende allmählich verjüngt. Kopf abgerundet, am Ende mit sehr winzigen Papillen, deren Zahl unbestimmbar ist. Kutiku'a dünn, mit feiner Längsstreifung, nicht geringelt. Am Kopfende die Kutikula ein wenig kappenartig verdickt. Mundstachel zart, etwa 2mal so lang wie die Kopfbreite, allmählich in das Lumen des Ösophagus übergehend. Ösophagus mit dem Charakter der Gattung, besteht aus zwei Teilen : Vorderteil schlank, zylindrisch, muskelarm, hinterer Teil gestreckt, oval, breit, auffallend muskelkräftig, bulbusartig, mit Querfalten der Muskulatur. Bulbus % (n = 5 $) bezw. 1/ 3, 1 — 1/ 3, 5 (n = 2 $) der gesamten Ösophaguslänge. Vorderabschnitt des Darmes magenartig erweitert, bei mehreren Weibchen und dem jungen Tiere sogar bis an sein Ende mit einem geräumigen Lumen, seine Wand deshalb meist sehr dünn. Prärectum vorhanden, aber nicht immer deutlich, im allgemeinen 5mal so lang wie der Schwanz. Enddarm kurz, After wenig deutlich. Weibliche Gonaden paarig ; in dieser Eigenschaft wich diese Form von den übrigen Arten der Gattung ab. Vulva klein, nicht chitinisiert, ihre Lage konstant (V = 56,3, 56,1, 56,5, 56,6, 56,9% !). Länge des vorderen, bezw. hinteren Ovariums veränderlich. Im allgemeinen Gj etwas länger als G 2 (bei einem Weibchen Gj = 14,3%, G 2 = 9,6%, bei einem anderen Gi so lang wie G 2). Auch die Länge des umgeschlagenen Teiles der Ovarien variiert. Bei einigen Exemplaren Ux länger als U 2, bei anderen umgekehrt. Umschläge die Vulva erreichend. Reife Eier fand ich bei keinem der Weibchen. Eizellen mit grossen, hellen, lichtbrechenden Hofräumen. Schwanz charakteristisch für die Gattung, kurz abgerundet, ohne deutliche Papillen. — Männchen unbekannt. Die Gatturtg Axonchium wurde von С о b b im Jahre 1920 beschrieben. Micoletzky (1922) und W. Schneider (1939) betrachten sie als Untergattung der Gattung Dorylaimus. In Übereinstimmung mit Cobb, Steiner und Thome halte ich sie aber für eine selbständige Gattung, die der Gattung Dorylaimus unzweifelhaft nahe steht, sich aber von ihr durch den Mundstachel, Schwanz und besonders durch den Ösophagus gut unterscheidet. In der Gattung Axonchium sind nur wenige Arten bekannt. Die Art A. dudichi n. sp. steht infolge ihrer kleinen Gestalt A. parvum Steiner am nächsten, das von Steiner (1936) aus Weizenwurzeln beschrieben wurde. Die neue Art unterscheidet sich von der S t e ner's durch die kleinere Gestalt (bei A. parvum L = 0,64 mm), den relativ kürzeren Ösophagusbulbus 21