Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 2. (Budapest 1952)
Malán, M.: Untersuchungen über den Horizontalumfang des Kopfes
So ist es also kein Wunder, wenn wir in der ungarischen Literatur sehr wenig über den Kopfumfang der ungarischen Erwachsenen finden. Wenn wir die wichtigsten Untersuchungen anführen wollen, müssen wir vor allem József Lenhossék 4 erwähnen, welcher aus eigenen Untersuchungen an 160 ungarischen Männern und aus den Untersuchungen von Gyula Horváth und József Pohl den Kopfumfang von 50 ungarischen Männern veröffentlichte, ohne statistische Auswertung, nur die Masse der einzelnen Personen angebend. Leider haben sie den Kopfumfang von der Protuberantia occipitalis externa ausgehend über die Orbitalrände, dicht oberhalb der Ohren gemessen, und obzwar sie behaupten, dass dieses Mass dem grössten Kopfumfang entspricht, jedoch da das Opisthokranion gewöhnlich mit der Protuberantia occipitalis externa gar nicht übereinstimmt, sind Lenhossék's Angaben mehr historischen Wertes. Viel später veröffentlicht В a r t u с z 5 den Horizontalumfang des Kopfes von 81 ungarischen Männern und 12 ungarischen Frauen aus dem Komitate Arad — er nimmt das Mass durch die vorspringer.dsten Teile des Kopfes und des Genicks, uzw. führt er die einzelnen Daten in Tabellen an und bei der ausführlichen Erörterung bemerkt er, dass der Mittelwert der Männer 547,09 mm (mit 494 mm Minimum und 590 mm Maximum) darjenige der Frauen hingegen 537,08 mm (mit 520—550 mm Variationsbreite) ist. Diese Daten vergleicht er mit dem Durchschnitt von anderen Nationalitäten — 10 rumänische und 14 deutsche Männer — und er bestimmt gewisse Differenzen nach den Mittelwerten. In einem anderen Aufsatz bestimmt ebenfalls В a r t u с z 6 den durchschnittlichen Horizontalumfang von 104 Männern aus Göcsej in 540,63 mm'und von 16 Männern aus Hetés in 549,37 mm ohne statistiche Auswertung. Apor und Bense' geben dann in ihren statistisch sehr gut ausgearbeiteten, jedoch an sehr wenigen Personen ausgeführten Untersuchungen den Durchschnitt des Kopfumfanges (nach Martin gemessen) von 19 Männern aus Marosfalva (Kom. Bars) in 55,4 0,30 cm (mit einer Variationsbreite von 52,8—60 cm ; stetige Abweichung a = 1,32) ; von 23 Männern aus Ujbars in 55,2^0,28 cm (Vmin-Vmax =51—58 cm; er = 1,40); von 27 Männern aus Kiskoszmály in 55,6^0,28 cm (Vmin-Vmax = 52,5—57,8 cm ; er. = 1,33). Eine noch geringere Anzahl von Frauen wurde von den Verfassern untersucht. Sie geben die Mittelwerte des horizontalen Kopfumfanges von 6 Frauen aus Marosfalva in 55,3^0,52 (Vmin-Vmax = 51,2—54,8 ; cr= 1,29) von 9 Frauen aus Ujbars in 55,3^0,30 (Vmin-Vmax = 54,2—57,2 cm ; er = 0,90) und endlich 4 Frauen aus Kiskoszmály in 53,9^1,74 (Vmin-Vmax = 52,3—61,0 ; o- = 3,49). Viel begründeter als diese vereinzelten Daten sind die Untersuchungen von Béla Balogh® über 742 Studenten aus Debrecen. Solche Daten gab auch Apor 9. Diese zwei Arbeiten sind die einzigen die über an grösserem Material vollführten Untersuchungen Auskunft geben, aber bei der Feststellung des Kopfumfanges der Ungarn sind sie von kleinerer Bedeutung, weil sie die Daten von Studenten wiedergeben, die sich in der Abschlussperiode des Wachstums befinden und die ausserdem durch einseitige Klassenauslese an die Universität gelangten. Die ersten Untersuchungen die im ungarischen Dörfern gemacht wurden, verdanken wir F ä с ä о a r u, 1 0 welcher sich mit dem Kopfumfange der siebenbürgischen Rumänen, Ungarn und einer dortigen ethnischen Gruppe der Ungarn: der Székler beschäftigt. Fäcäoaru 19 untersuchte in Vasláb (Voslabeni) (Komitat Csík) 152 rumänische Männer und 149 rumänische Frauen ; in Mezőpanit (Panet, Komitat Marostorda) und Szabéd (Sabed) 268 ungarische Männer und 248 ungarische Frauen, endlich in Szárhegy (Lazarea) (ebenfalls Komitat Csík) 189 székler Männer und 285 székler Frauen. Die Hauptresultate der Untersuchungen von Fäcaoäru betreffs der Ungarn gebe ich in Tabellen bekannt. Auf die einzelnen Daten kehre ich später zurück. Dies sind die spärlichen Angaben über den horizontalen Umfang des Kopfes der Ungarn. Das ist um so mehr bedauerlich, weil die neueren Methoden der anthropologischen Untersuchungen vor allem die grosse Anzahl der Zwillingsuntersuchungen von Verse hue r 1 11 2 darauf hinweisen, dass beim Horizontalumfang des Kopfes bei den eineiigen Zwillingen eine grössere Übereinstimmung aufzuweisen ist als bei den zweieiigen, was darauf hinweist, dass bei der Ausbildung des horizontalen Kopfumfanges auch die Vererbung eine Rolle spielt. Diese Untersuchungen wurden auch durch andere unterstützt. Bei tins kamen С s i к und Apor 1 3 auf die gleichen Resultate. Andererseits bewies Boa s, 1 4 dass in der Ausbildung der Schädelform ausser der Rolle der Vererbung auch die Einwirkungen der Umwelt nicht zu vernachlässigen sind. Infolgedessen sind die Verteilungsverhältnisse der Kopfform und 184