Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

80 Umgebung linsen-, bezw. spindelförmige, subparallele Disken aneinan­derreihen. Ehre Längsachse ist etwas gebogen oder ausgeschweift, so dass die Anschl if fläche zerknittert erscheint (Taf. 1. Photo 3). Diese Zerknitterung entstand entsprechend der Schichtengitterstruktur nach (0001) als Spalt- und Translationsebene. Dieselbe Deformation ist aber nicht nur im Kernteil eine häufige Erscheinung, sondern auch nach aussen zu in den sich anschmiegenden isomorphen Säumen: hier zeigt sich in den verschieden orientierten Körnern eine schwach bogig-rippige Struktur, welche der Oberfläche ein welliges, chagrinarti­ges Aussehen verleiht; bei gekreuzten Nikols erwecken die bogenför­migen Inselchen aber den Anschein von Einschlüssen (Taf. 1. Photo 4). Bei Ätzung wird diese Struktur in Form einer Wellenfurchen­fläche deutlich sichtbar. Im Inneren des Wismuttellurids sind als Einschlüsse isotrope Erzkörnchen mit mattgrauer Reflexion vorhanden. Ihre Gestalt ist polygonal, oder abgerundet; ihre Schleifhärte ist etwas grösser als die des Wismuttellurids; ihre Ausmasse betragen 1—20 u. Aller Wahr­scheinlichkeit nach bestehen diese Einschlüsse aus Petzit, eine An­nahme, welche auch dadurch bekräftigt wird, dass dort, wo diese Ein­schlüsse aufhören, an den Rändern Hessit als zusammenhängender Saum auftritt. Um die Einschlüsse herum ist ein etwas mehr fahler, grauer, besonders in Ölimmersion gut ausnehmbarer Hof zu sehen. Ausser Petzit waren als Einschlüsse noch äusserst feine, verstreute Pyrit-Körnchen zu beobachten. Über die Ätzungsversuche wird unten zusammenfassend be­richtet. Wie aus den Übersichtszeichnungen der Abb. 1 hervorgeht, kön­nen vom inneren Kern nach aussen zu zusammenhängende Säume un­terschieden werden. Zwei dieser Glieder sind einander sehr ähnlich und ihre Grenze kann nur in Ölimmersion deutlich erkannt werden. In der Reihe der Säume stellen also No 2 und No 3 zweifellos iso­morphe Variationen dar, doch ist ihre Ähnlichkeit auch zu dem inne­ren Teil, No 1, sehr gross. Gehen wir von innen nach aussen, so sehen wir, dass die Schleifhärte zunimmt, das Reflexionsvermögen allmäh­lich absinkt, der Pleochroismus deutlicher und die Anisotropie etwas lebhafter wird. Die Einzelheiten sind folgende: Der Erzsaum No 2 be­steht aus Tetradymit (Bi 2Teß) und.ist entschieden härter als No 1; sein Reflexionsvermögen ist augenscheinlich kleiner, seine Farbe mat­ter, gelblichweiss mit grünlichem Stich (im Vergleich zum Kern). Der

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