Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Sztrókay, K.: Über den Wehrlit (Pilsenit)

81 Pleochroismus ist an der Grenze der Körner besser zu sehen: grau­weiss (etwas gelblich) — hellgrau mit grünlichem Stich. Anisotropie­effekte: gelblichbraun — grau oder schief ergrau. Die Körner sind klei­ner, eckiger und enthalten keinerlei Einschlüsse; die von der Defor­mation stammende wellig-schaumige Auslöschung ist sehr häufig. Charakteristisch ist, dass die an der inneren Grenze des Tetradymit­Saumes liegenden Körner von der Grenzlinie oft mitten entzweigeschnit­ten werden; in solchen Fällen ist dann der eine Teil des Kornes wei­cher und enthält Petzit-Einschlüsse, während der andere (nach aussen zu liegende) härter ist, matter gefärbt erscheint und lebhafteren Pleochroismus verrät. Der mit No 3 bezeichnete Saum stellt eine sehr ähnliche Erz­komponente dar. Nur an vereinzelten Stellen erscheint er durch eine scharfe, wahrnehmbare Grenzlinie von' dem Tetradymit (No 2) ge­trennt. Der Härtegrad der beiden Erze ist annähernd gleich; das Re­flexionsvermögen dieses Erzes ist noch etwas geringer; die schwach grünlichgraue Farbe noch ausgeprägter ; Anisotropieeffekte noch mehr gesteigert und noch lebhafter: gelblichbraun — hell bläulichgrau. In den verschieden orientierten Körnern kann die schon beschriebene wellige Struktur ebenfalls beobachtet werden. Unter den kleinkörnigen Teilen können mehrere nach der Basis (0001) orientierte Schnitte beobachtet werden; ihre Oberfläche ist auf­fallend zerkratzt, das Reflexionsvermögen noch etwas geringer. Pleo­chroismus nicht sichtbar und das Korn vollkommen isotrop. Dasselbe Verhalten zeigten auch die durch Spaltung erhaltenen, nicht polierten Blättchen. Im Gegensatz zu der Feststellung F. P a p p's (24) ist auch hier vollständige Isotropie vorhanden, das Re­flexionsvermögen mittelmässig und Reflexionsfarbe weiss mit geringem gelblichem Stich. In Ölimmersion nimmt das Reflexionsvermögen be­deutend ab und nur bei Bogenlampenlicht wird ein leistenförmiges Gebilde sichtbar, während sich stellenweise gleichzeitig kleinere Flek­kenbildungen zeigen, die sich durch mattgraue Färbung verraten; in diesen Flecken ist überhaupt kein Pleochroismus vorhanden, bei ge­kreuzten Nikols tritt eine eben noch wahrnehmbare Farbenänderung auf und es erscheinen die schwachen. Umrisse kleiner, diagonaler Blättchen. Die ganze Erscheinung kann noch am ehesten der durch die vollkommene Spaltbarkeit, bezw. Translation entstandenen wellen­förmigen Oberfläche zugeschrieben werden. Die trigonale Zwillings­bildung, welche F. Papp auf Grund seiner an demselben Exemplar durchgeführten Untersuchungen erwähnt, konnte ich nicht beobachten.

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