Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Adria bei Split (Spalato)
65 Die wasserklaren, farblosen Hülsen waren schlank zylindrisch. Nur selten zeigte sich im oberen Teil eine äusserst schwache Einengung, wodurch dieser Teil etwas halsartig abgesetzt erschien. Das hintere Ende des Gehäuses zeigt — ähnlich wie bei Vaginicola lobata Daday — einen kleinen rundlichen Vorsprung, in welchen der Innenstiel eingepflanzt ist. Die Länge der drehrunden, nicht abgeflachten Hülsen erreichte 160 ju. Die Peritrichen des Brackwassers in der Soliner Bucht. Voriicelîa lichenicoia Penard. Diese Art fand sich — wie bereits erwähnt wurde — auf einer Kieselalge im Brackwasser unter der Eisenbahnbrücke bei Solin, wohin sie höchstwahrscheinlich aus der in der Nähe einmündenden kleinen Quelle geriet. Eine gewisse Anpassung an die veränderten chemischen Verhältnisse des Auss en mediums bedeutet die mit feinen, regelmässige Querreihen bildenden Perlen besetzte Pellicula. Der Pharynx ist auffallend lang. Die kontraktile Vakuole pulsiert viel lebhafter als bei den typischen Meeresinfusorien. Der sehr lange, bandförmige Kern ist mitunter S-förmig gekrümmt. Die im ausgestreckten Zustand ellipsoiden Tiere werden kontrahiert eiförmig und bilden keine Schnauze. Mit Sublimat fixiert nehmen die sonst farblosen Tiere eine licht gelbliche Farbe an und der im fixierten Zustand etwas abgeflachte Körper besitzt eine schwache Schnauze. Der zweimal körperlange Stiel bildet im oberen Teil die auch von P e n a r d gezeichnete ringförmige Verdickung (P e n a r d, 1922). Vorticella microstoma Ehrbg. (Abb. 4a-c). Diese Art war im Brackwasser der Soliner Bucht die einzige Form, welche in sehr grossen Mengen auftrat. Die Tiere sassen an Detrituspartikelchen zwischen Zostera und Ulva, in einem an Zersetzungsstoffen reichen Biotop, in welchem Spirillen, Amoeba Umax und eine Uronema-Ari ebenfalls reich entwickelt waren. Im Sammelglas trat eine noch nie gesehene Massenentwicklung der Tiere auf, wobei die verschiedensten Formen dieser sehr variablen Art innerhalb der geschlossenen Population vertreten waren. Der Kern war bei sämtlichen Formen lang bandförmig, lag aber nicht wie gewöhnlich in der Richtung der Längsachse, sondern war