Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
30 Das Entoplasma der meisten hier lebenden Tiere ist, wie bei den Abwas&erarten im allgemeinen, getrübt und mit Nahrungsvakuolen vollgepfropft. In den Nahrungsvakuolen finden sich sehr häufig Schwefeltröpfchen als Beweis dafür, dass ihre Hauptnahrung aus Schwefelbakterien, bezw. deren Abfällen besteht. Die günstigen Ernährungsverhältnisse dieses an Nährstoffen sozusagen gesättigten Lebensraumes ermöglichen eine Massenentwicklung der hier heimischen Arten. Ausserdem wird das schwefelwasserstoffuna chloridhaltige Wasser der Badequelle durch grösstenteils von Süsswasser stammende Abwässer stark verdünnt, bezw. ausgesüsst und ist an Minerahen ärmer, als das in der Umgebung der Klosterquellenmündung befindliche Meerwasser. Hierzu kommt noch die Durchlüftung des fast ständig bewegten Uferwassers, welches infolge der stufenartigen Ausbildung des Hafendammes in der Umgebung der Quellenmündung seicht ist und bis zum Grunde leicht aufgewirbelt werden kann, wodurch gleichzeitig auch die Zersetzung der hineingeratenen organischen Stoffe beschleunigt und die Sau erstoff zehrung vermindert wird. Zur Zeit dieser Untersuchungen war die bei windstillem Wetter und Ebbe sichtbare Kanalöffnung mit flutenden Schwefelbaktenenbüscheln bewachsen. Unmittelbar aus dem Kanal aufgefangene Wasserproben waren voll losgerissener Flocken, bestehend aus Schwefelbakterien, hauptsächlich Thiothrix, zwischen deren Fäden zahlreiche Exemplare verschiedener Vorticella-Arten sassen. Andere Gattungen der Ordnung Peritricha waren hier nur ganz ausnahmsweise vertreten. Man findet dann vereinzelt solitäre Formen oder individuenärmer? Kolonien einzelner Zoothamnium-Arten. Am Algenbewuchs des Uferdammes und der ersten der beiden rechts von der Kanalöffnung in das Meer führenden, ungefähr 50 cm hohen Treppen fand man die Vorticella-Arten bereits in etwas verminderter Zahl. Es treten bereits verschiedene Zoothamnium-Arten , weniger häufig Myoschiston dublicatum auf. Auf der zweiten Treppe und am angrenzenden Meeresgrund fand man nur mehr Vorticella d'udekemi als einzige Vertreterin der Gattung Vorticella, während die Gattung Zoothamnium hier zur reichsten Entfaltung kam. Ausser den oben erwähnten Gattungen waren die Peritrichen nur durch eine Cothurnia-Art : C. curvula Entz vertreten. Diese sassen an CladophoraFäden, die von der schlickbedeckten untersten Treppe und noch häufiger vom Meeresgrund selbst heraufgeholt wurden. Am Hafendamm, sowie auf den an den Treppen befindlichen Schlammablagerungen