Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

27 Eine weitere bemerkenswerte Eigentümlichkeit der beiden Quel­lenabflüsse und ihrer unmittelbaren Umgebung ist das Fehlen des tierischen Planktons und dementsprechend das vollständige Fehlen der epizoischen Peritrichen. In diesem Biotop fand sich an geschützten Stellen, wo Beggiatoci am üppigsten gedieh, immer auch eine nicht näher bestimmte CondyJo­stoma-Art in grosser Zahl, besonders bei windstillem Wetter, wenn das weniger aufgewühlte Wasser stark nach Schwefelwasserstoff roch. Dieselbe Erscheinung wurde von mir bereits im Augusta-Hafen auf Helgoland beobachtet, wo Condylostoma magnum unter ähnlichen Ver­hältnissen auftrat. Auf Grund dieser Wiederholung an zwei in phy­siko-chemischer Hinsicht ähnlichen, aber klimatisch so verschiedenen und geographisch derart fernliegenden Orten scheint Condylostoma ein typischer Schwefelwasserstoffindikator der Meeresküste zu sein (Stiller, 1939). Der Abfluss der Klosterquelle. Der Kanal bringt das Wasser der im Klosterkeller aus dem Bo­den hervorquellenden und dort sich tümpelartig ausbreitenden Therme unverändert in den kleinen Bootshafen vor dem Franziskanerkloster. Infolge der schwachen Wasserführung entleert sich der Ableitungs­kanal nur langsam ir den Hafen, ohne in der Bucht bemerkenswerte Strömungen hervorzurufen, oder den schlammdurchsetzten, sandigen Meeresgrund der seichten Uferzone aufzuwühlen. Aus der Kanalöffnung selbst kamen nur die aus dem Klosterkel­ler bekannten VorticeTla-Arten: V. octava und granulata, sowie die einzige Akontraktilie der Kl oster qu ell e : Epistylis makrostyla zum Vor­schein, welche auf der im Schutze eines Steines in der Kanalmündung 1 benden Enteromorplm ihr Leben fristet. Zur Zeit dieser Untersuchungen war in der Umgebung des Quel­ler abflusses ein üppiger Enteromorpha-Rasen ausgebildet. Zwischen seinem auch mit freiem Auge sichtbaren, schimmelartigen Bewuchs von Schwefelbakterien sind hier zahlreiche Kolonien verschiedener Zoo­thamnium-Arten ansässig. Die hier heimischen Peritrichenarten bilden an Individuen ärmere Kolonien als in der Umgebung der Badequellen­mündung, wo auch die Artenzahl bedeutend höher ist, trotzdem die hydrodynamischen Verhältnisse der Klosterquellenmündung für lang­gestielte Peritrichen viel günstiger sind, als im fast ständig bewegten Schiffshafer von Split, in welchen die Badequelle mit starker Strö­mung einmündet. Die kleinere Arten- und Individuenzahl d:r Peri tri-

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