Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
28 chen in der Umgebung der Klosterquellenmündung könnte in erster Linie auf die viel ungünstigeren Ernährungsverhältnisse dieser bedeutend weniger verunreinigten Bucht zurückgeführt werden; anderseits mag auch der viel höhere Chloridgehalt der Klosterquelle und die schwächere Durchlüftung d;s Meerwassers ungünstig auf die Ausbildung der Peritrichenfauna und ihre Kolonienbildung einwirken. Die Badequclle. Das Wasser dieser Quelle mündet nicht unverändert in das Meer. Im Heilbad nimmt es bereits organische Stoffe auf und wird durch den Zufluss des städtischen Abwasserkanals mit Abwasser und Fäkalien stark belastet. Das Kanalwasser ist trüb, grau und führt oft mit freiem Auge sichtbaren Unrat mit sich. Die Umgebung der Kanalmündung riecht sehr stark nach Schwefelwasserstoff, der zum grössten Teil der an Schwefelwasserstoff sehr reichen Badequelle entstammt. Hierzu kommt aber noch jener Schwefelwasserstoff, welcher bei der Zersetzung der ins Meer gebrachten organischen Stoffe entsteht. Die Lebensgemeinschaft der Kanalmündung ist also dementsprechend polysap r o b. Die meisten hier lebenden Peritrichen haben eine grosse und rasch arbeitende, nicht selten sogar mit 1—2 Nebenblasen versehene Pulsationsblase. Bei den typischen Meeresinfusorien ist die Pulsationsblase so klein und funktioniert derart langsam und selten, dass die früheren Forscher überhaupt nichts von ihrem Vorhandensein wussten. Meine langjährigen Beobachtungen zeigten aber, dass die im Meere oder in den hochkonzentrierten Natrontümpeln der Grossen Ungarischen Tiefebene lebenden Ciliaten ebenfalls eine Pulsationsblase besitzen. Diese ist aber ad minimum reduziert, da die Notwendigkeit der Osmoregulation in diesem hypertonischen Medium entfällt und die Pulsationsblase nur mehr zur Ausscheidung der Zersetzungsstoffe dient. Unter normalen Umständen ist diese Ausscheidung derart gering, dass die Pulsationsblase äusserst klein bleibt und sich derart langsam anfüllt, dass die Tiere bei nur in morphologischer Hinsicht vorgenommenen Untersuchungen während viel kürzerer Zeit eingehen, als zu einem Intervall zwischen der Systole und Diastole erforderlich ist. Bei ständiger Zufuhr frischen Meereswassers können aber die widerstandsfähigsten Formen bei Tageslicht oft stundenlang beobachtet werden. Künstliche Beleuchtung muss infolge der schädlichen Wirkung der Wärmestrahlen bei diesen Untersuchungen immer ausgeschieden werden. $