Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)
Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split
26 sowie in ihrer stark bewegten Mündung in die Adria, zahlreiche vom Stiele losgerissene Exemplare vorfinden. Diese sind also keine Schw'irmerformen, sie besitzen keinen aboralen Cilienkranz und schwimmen mithilfe ihres peristomalen Kranzes im Wasser umher, bis sie in ruhigeres Wasser gelangen, oder an die Wasserströmung gewöhnt, sich festsetzen und einen neuen Stiel ausbilden. Peritrichen der in die Adria mündenden Thermenabflüsse. Ausführlichen Untersuchungen waren — wie oben bereits erwähnt — nur die Mündungen der beiden Schwefelthermenabflüsse in die Adria zugänglich. Die auffallendste Erscheinung, welche bei diesen beiden Therm^nabflüsaen beobachtet werden konnte, war die zonale Verteilung der verschiedenen Gattungen der Peritrichen. Unmittelbar in der Kanalmündung waren sie fast ausschliesslich von Vortic?Tla-Arten beherrscht und nur ausnahmsweise fanden sich dazwischen meist solitäre Exemlare von Peritrichen anderer Gattungen. Weiter im Meere war di? Gattung VorticeJla bis auf die unterhalb der Badequellenmündung heimische V. d'udekemi verschwunden und wurde von der Gattung Zoothamnium abgelöst. Eine untergeordnete Rolle spielen die Gattungen Myoschiston , Intranstylum, Cothurnia und Epistylis. Die zweite sehr auffallende Erscheinung ist die Alleinherrschaft der Kontraktilien in der nächsten Umgebung der beiden Kanalmündungen, welche zum grössten Teil mit der hydrodynamischen Wirkung der stark bewegten Brandungszone zusammenhängen mag. Die Akontraktilien sind bei der Bad^quellenmündung nur durch die vom Meeresgrund heraufgeholte Cothurnia curvula und in der Klosterquelle durch Epistylis makrostyla vertreten. Aber auch die Kontraktilien, die sich den hydrodynamischen Einflüssen durch das mithilfe ihrer Myoneme e möglichte Zusammenballen ihrer Kolonien zu entziehen suchen, sind nur durch jene Gattungen vertreten, deren Myoneme ein ununterbrochenes, einheitliches System bilden (Vorticella , Intranstylum, Zoothamniurv , Myoschiston) . Bei diesem kann nämlich die auf einen plötzlichen Stoss hin erfolgende Kontraktion rascher eintreten, als z. B. bei der Gattung Carchesium, bei welcher jeder Ast ein in den Verzweigungen unterbrochenes, abgesondertes Myonem besitzt, deren Reizleitung daher höchstwahrscheinlich nicht so einheitlich und simultan erfolgen kann, wie b?i den übrigen Gattungen der Kontraktilien; die einzelnen Äste können ausserdem ohne die durch das einheitliche Myonemsystem erhöht gesicherte Festigkeit auch leichter abreissen.