Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

25 dunklen Granula — höchstwahrscheinlich aus zerfallenen Schwefel­bakterien stammende Schwefelkörnchen, bzw. Tröpfchen — bleiben an solchen Tieren leichter kleben. Wie bei sämtlichen, aus der Klosterquelle stammenden Vorticella­Arten ist auch bei dieser Art — trotz hoher Konzentration des Aussen­mediums — eine kleine Pulsationsblase vorhanden. Diese dient höchst­wahrscheinlich weniger der Osmoregulation, als der Exkretion, in erster Linie der Ausscheidung des noch immerhin grossen Schwefel­wasserstoffgehaltes der Klosterquelle. Nach den Ergebnissen dieser zwar nur lückenhaften Untersuchun­gen scheint der Klosterkeller keine charakteristische thiothermale Peritrichenfauna zu beherbergen. Die spärliche Wasserprobe enthielt zwar sicher nicht alle hier lebenden Peritrichenarten, doch ist anzu­nehmen, dass darin trotzdem die Mehrzahl der Leitorganismen vertre­ten war. Darunter befinden sich Arten, die in verunreinigtem, also Schwefelwasserstoff enthaltendem Wasser der Meeresufer vorzukom­men pflegen, oder solche euryöke Formen der Binnengewässer, wie z. B. Vorticella octava, die nicht nur im Süsswasser, sondern auch in den hochkonzentrierten natronhaltigen Tümpeln des Alföld (Grosse Ungarische Tiefebene) ohne die durch Anpassung hervorgerufene öko­logische Variation der meisten dort lebenden Peritrichenarten (Stil­ler, 1940) gut gedeihen. Infolge ihrer sessilen Lebensweise und des zeitweisen Überganges zum stark thigmotaktischen Schwärmerzustand, sowie mit Rücksicht auf die schwache Strömung der Klosterquelle ist auch die Möglichkeit einer aktiven Einwanderung in den Klosterkeller entlang der schleimbedeckten Kanalwandung gegeben. Anderseits kön­nen auch die im Klosterkeller heimischen Arten auf passive Art, durch die langsame Strömung mitgeführt, zur Kanalmündung gelangen. Das Vorkommen der angeführten sessilen und thigmotaktischen Meeresin­fusorien im Klosterkeller ist daher — im Gegensatz zu den freischwim­menden oder schwebenden Organismen — kein unbedingter Beweis für das Bestehen einer unterirdischen Kommunikation des Quellwassers mit dem Küstengrundwasser, da der Austausch der Lebewelt dieser beiden so verschiedenen Lebensräume auch oberirdisch vor sich gehen kann. Der hohe Chlcridgehalt der Spliter Klosterquelle ermöglicht den an ihn angepassten Ciliaten, den Wechsel ihres Lebensraumes ohne Schädigung zu überdauern. Nur die hydrodynamische Wirkung des strömenden Wassers hat zur Folge, dass sich in beiden Lebensräumen: in der im Klosterkeller befindlichen Austrittsstelle der Klosterquelle,

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