Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 39. (Budapest 1946)

Stiller, J.: Beitrag zur Kenntnis der Peritrichenfauna der Schwefelthermen von Split

24 Vorticella octava Stokes Die nächste der im Klosterkeller gefundenen Vorticella-Äxten war an Individuen viel reicher, doch waren sämtliche hier gefundenen Exem­plare kontrahiert und kamen nicht mehr zur Entfaltung des Peristoms. Dadurch wurde eine zweifellos sichere Bestimmung der Art ausge­schlossen, doch scheint es sich hierbei um kleine (kontrahiert 20 X 18 u) Exemplare von Vorticella octava Stokes zu handeln. Die Tiere bildeten keine Scheinkolonien, sondern sassen vereinzelt an Teilen des Oberflächenhäutchens. Vereinzelte Exemplare mit normal entfaltetem P aristo m fanden sich in der Kanalmündung. Im Meere selbst waren die Tiere nicht zu finden. Es scheint, dass sie von der Strömung mit­gerissen, aus dem Klosterkeller zur Mündung der Quelle gelangen. Im Laufe meiner langjährigen Peritricheinmtersuchungen erwies sich diese Art als eine ausgesprochen euryök? Form und scheint infolge ihrer grossen Anpassungsfähigkeit (Stiller, 1941, S. 399) auch im stark Schwefelwasserstoff- und salzhaltigen Wasser der Klosterquelle gut zu gedeihen. Vorticella granalata Kahl (Abb. 1 c ). Diese dritte Art war im Klosterkeller nur durch ein Exemplar, in der Kanalmündung jedoch etwas zahlreicher vertreten. Das im Klo­sterkeller gefundene Exemplar war gerade im Begriff, sich festzu­setzen. Der aborale Cilienkranz war bereits zurückgebildet, die Ansatz­stelle der Cilién aber noch gut sichtbar. In der Kanalmündung fanden sich teüs freischwimmende, losgerissene, teils auf 2—3-mal körperlan­gem Stiele sitzende Tiere. Diese Art wurde von Kahl im Jahre 1933 aus einem Meerwas­sergraben auf Sylt beschrieben und von mir im Austernteich auf Hel­goland wiedergefunden. Die Sylter und Helgoländer Tiere besassen eine Länge von 50—60 /<. Die im Spliter Klosterkeller gefundenen Exemplare waren aber bloss 30—35 u lang. Dieser Grössenunterschied mag mit dem geringen Nährstoffgehalt der Klosterquelle und ihrer hohen Salzkonzentration zusammenhängen. Die dunklen Granula an der Oberfläche der Sylter Stammform waren bei den Spliter Tieren, ebenso wie im klaren, reinen Wasser des Helgoländer Austernteiches nicht vorhanden. Es scheint die Mög­lichkeit nicht ausgeschlossen zu sein, dass diese Granula nur bei Exemplaren auftreten, welche in saprobisiertem Medium leben. Die Oberfläche saprcbionter Peritrichen ist oft etwas muzinös und die

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