Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 37. (Budapest 1944)

Bartha, F.: Richtungen in der Biologie und ihre Beziehungen zur Paläontologie

Fischen der Devonzeit die Erfahrung, dass fast schichtenweise ein neuer Typus auftritt, was die Ansicht Schindewolf's bestätigt. Eine eigenartige Anwendung in der Paläontologie erhielt die Mutation in dem Zonenbegriff N e u m a y r's ; als Zone bezeichnete er die Lebensdauer einer Mutation, so dass dieser Begriff die erdgeschicht­lichen und biologischen Züge der Paläontologie auf eine äusserst glück­liche Weise in sich vereinigte (52). Der Zonenbegriff ermöglichte die Ausbildung der Biostratigraphie, deren Methode die Paläontologie nicht mehr entbehren kann. Die sorgfältige Sammlung nach Schichten ermög­licht eben die Absonderung der in einer Schicht und in aufeinander folgenden Schichten hervortretenden Veränderlichkeit. Auf die Bedeu­tung dieser Veränderlichkeit wies Philiptschenko hin, der die Veränderlichkeit viel später in zwei grosse Gruppen teilte: 1. gleichzeitig hervortretende Veränderlichkeit (innerhalb einer Schicht) , 2. in zeitlicher Folge hervortretende Veränderlichkeit (in aufein­ander folgenden Schichten) . In die erste Gruppe gehören die Variabilität von Einzelwesen und Gruppen, in die zweite die Modifikationen, die Kombination und Muta­tion (J. Philiptschenko: Variabilität und Variation. Berlin, 1927.). Es braucht nicht betont zu werden, dass diese Vereinbarungs­möglichkeit für die Paläontologie von erheblichem Vorteil ist. Da die Biostratigraphie im allgemeinen auf Grund vieler Entwicklungsreihen gliedert, bietet sie über eine Zeit ein weit richtigeres Bild, als die Leit­fossilien. Der Hauptfehler liegt darin, dass es 1. nicht wahrscheinlich ist, dass sich die Rasse bei der Verbreitung, die bei den Leitfossilien erforderlich ist, nicht in geographische Variationen gliedert, und dass 2. bei dieser Methode lokale Existenzdauer und absolute Lebensdauer nicht zu trennen sind. Das Streben der Richtungen in der Biologie, den Geltungsbereich der einzelnen Gesetze genau abzugrenzen, führte zur Einschränkung der Geltung zweier wichtiger Gesetze: 1. des Gesetzes der Irreversibili­tät von D o 11 o, 2. des biogenetischen Grundgesetzes von H a e c k e 1. Von dem Gesetz der Irreversibilität wies Timofeeff-Ressowsky nach, dass es nur in grossen Linien Geltung hat, da wegen des pleio­tropen Charakters der Gene in zahlreichen Fällen Rückmutationen zu beobachten sind (Beurlen baute auf dem Gesetz der Irreversibilität die ganze Stammesentwicklung auf) . Zu bemerken ist, dass Baron Fe­jérváry im Zusammenhang mit der Untersuchung der Entwicklung des Proteus anguineus L a u r. bereits 1918 betonte, dass das Gesetz

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