Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 37. (Budapest 1944)

Bartha, F.: Richtungen in der Biologie und ihre Beziehungen zur Paläontologie

Ganze). Die Untersuchung des Wachstums nach diesen Gesichtspunkten führte zu beachtenswerten Ergebnissen. Man machte nämlich bei dem Wachstum vieler Tierrassen die Erfahrung, dass das Wachstumsver­hältnis der Teile dem Ganzen gegenüber wenigstens in einem Wachs­tumszyklus beständig ist (allometrisches Wachstum) . Wie den Begriff der Entwicklung, so können wir auch den des Wachstums im weiteren Sinne gebrauchen, da sein Wesen dabei gleichfalls Änderung ist. Naturgemäss sind bei einer solchen Deutung Änderungen mit positivem und negativem Vorzeichen zu unterscheiden. Auch hier, wie bei der Entwicklung, bestimmt das Verhältnis der auf- und abbauenden Vor­gänge, welches Vorzeichen letzten Endes die Änderung erhält. Der weitgehende Parallelismus zwischen Entwicklung und Wachstum führte dahin, dass man den Geltungsbereich des allometrischen Wachstums (Huxley, Os born, Thompson, Bertalanffy) nicht nur auf die Einzel-, sondern auch auf die Stammesentwicklung ausdehnte. Im allgemeinen entstanden die in den Verhältniswandlungen hervortre­tenden Rassenunterschiede im Laufe solchen Wachstums. Wegen der Wichtigkeit der Frage wurden die Kräfte des Wachstums weiter zer­gliedert, wobei es sich ergab, dass die aufbauenden Vorgänge durch die Oberfläche der Resorptions-Zellen, sowie durch die Atmungsoberfläche bedingt sind, wogegen die abbauenden Vorgänge mit dem Körper­volumen stets in geradem Verhältnis stehen (6). Bekannt ist der mathematische Zusammenhang, der sich auf das Verhältnis von Ober­fläche und Volumsveränderung bezieht. (Vermindert, bezw. vergrössert man die Oberfläche, so nimmt diese im Verhältnis des Quadrates ab, bezw. zu, — während dies beim Volumen im Verhältnis zum ganzen Körpervolumen in der dritten Potenz erfolgt) . Hieraus folgt, dass Dinge von kleinem Volumen eine verhältnismässig riesige Oberfläche, wogegen die von grossem Volumen eine relativ äusserst kleine haben. Vielleicht ist dies das bedeutendste Hindernis des Riesenwuchses. Je grösser ein Lebe­wesen ist, umso schwieriger ist es, seinen Stoffwechsel im Gleichgewicht zu halten. Daraus folgt, dass auch das grösste Lebewesen aus sehr kleinen Einheiten, Zellen aufgebaut sein muss. Die Kenntnis der Wachstumskurve der Rassen ist sowohl vom Gesichtspunkt der Zoologie, als auch von dem der Paläontologie aus äusserst wichtig, da auch die Allometrie keine allgemeine, sondern nur eine sehr häufige Erscheinung ist. In der Paläontologie wies zuerst O s b o r n nach, dass die Stammesentwicklung der Titanotherien durch allometrisches Wachstum erfolgte. Die Zeitdauer der Wandlungsreihe von Eotitanops bis zum Brontoherium wird auf 1.200.000 Jahre ge­schätzt (55). Robb wie» von der Entwicklungsreihe der Pferde nach,

Next

/
Oldalképek
Tartalom