Rotarides Mihály - Székessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 36. (Budapest 1944)

Meznerics, I.: Die Brachipoden des ungarischen Tertiärs

Terebratulina striatula SOWERBY 1829. (Taf. II. Abb. 7) 1829. Terebratulina striatula SOWERBY: Miner. Conch. VI, p. 69. T. 536. Fig. 5/a, (non. S —4). Längere als breite, unregelmäßig abgerundet-pentagonale Form mit etwas vortretendem Wirbel und ziemlich weiter Stielöffnung. Die Klappen sind mit radialen Rippen versehen, die m ihrem Verlauf unregelmäßig und gegen den Rand zu gegabelt erscheinen, doch ist diese Gabelung nie bündeiförmig, wie bei T. caputserpentis. Die Zuwachsstreifen sind sehr fein. Von T. caputserpentis unterscheidet sich unsere Form schon durch den Umriß, da sie sich gegen den Wirbel rasch verschmälert, so daß die Ränder in einer konkaven Linie in den Wirbel übergehen, was bei T. caputserpentis mit ihren geraden Rändern, die der Form eine gegen den Wirbel zu breitere Gestalt verleihen, fehlt. Ein weite­rer Unterschied besteht in den stärkeren Rippen, die an Zahl geringer als bei T. caputserpentis und nicht fächerartig, sondern dichotom auf­gespalten sind, richtiger sich als kleine Rippen zwischen die Haupt­rippen einschieben. T. striatula gehört allerdings in den Formenkreis der T. caput­serpentis, von der sie aber / wie dies bereits DAVIDSON (8, S. 14, Taf. 1. Abb! 6), FABIANI (15, S. 32, Taf. 4. Abb. 3—5) und DAINELLI (7. S. 408, Taf. 47. Abb. 20) dargelegt haben — scharf zu unterscheiden ist. Deshalb kann VOGL'S Vermutung, daß die aus tertiären Schichten bestimmten Formen, wie T. striatula, tenuistriata, und Varietäten nichts anderes, als T. caputserpentis sein sollten, nur z. T. angenom­men werden. T. striatula kommt in Italien im mittleren und oberen Eozän, bzw. im unteren Oligozän vor, in England im unteren Eozän, im Pa­riser Becken im Obereozän. Aus Ungarn kennen wir folgende eozäne und oligozäne Vorkommen der Art: obereozäner Bryozoenmergel von Bajót (Kom. Esztergom), ferner aus dem Eozän (Zugliget) und Oligo­zän (Kisceller Ton) der Umgebung von Budapest. Aus der Literatur sind einige Fundorten der Art T. tenuistriata bekannt, die aber ebenfalls als Vorkommen z. T. von T. striatula, z. T. von T. caputserpentis verbucht werden müssen, was aber aus Män­gel an Originalien leider nicht mehr zu entscheiden ist. Von diesen Angaben können hier folgende angeführt werden: A. KOCH erwähnt T. tenuistriata aus den obereozänen Intermedienschichten des Sieben-

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