Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Gaál, I.: Das Klima des ungarischen Moustérien im Spiegel seiner Fauna

Luira. Felis silpestris, usw.) sehr auffallend dunklen, da meiner Ansielit nach an der oberen Grenze des ..warinen" Moustérien viel eher das 1 i-karibu und seine Begleitfauna zu finden sein müsste. Erst in der letzten Zeit wurde es durch die astronomische Bearbei­tung des im Riss-Wiirm-interglazial herrschenden Klimas klar, daß es — wie auch aus der beiliegenden Tabelle hervorgehl — ganz selbstverständlich ist, wenn hier „warme" Arten vorkommen. An dieser Stelle soll auch noch erwähnt werden, daß MALLÁSZ das Ma­terial der I. Schichte als „bräunlich-gelben, sandigen Ton" (Í?) be­zeichnet. Dieser Ton kann also mit dem im Liegenden (II. Schichte gefundenen ..gelben, sandigen Ton" in \ erbindung gebracht werden, bezw. beide Schichten zeigen bis zu einem gewissen Grade eine Ver­wandtschaft mit dem Löß. ' Das Material der drei obersten Schichten (Í— III) von Ponor­Ohába erinnert also abermals an den Löß des Moustérien von Tata. In meiner ersten Mitteilung führte mich nun dieses Einschluß­material zu der Annahme, selbst die letzte (I. Schichte) Lagerstätte am Hange des Bordu mare müsse älter sein als die Ur-Niederlassun^ aus dem Moustérien von lata. Heute können wir aber das Bild die­ser Ur-Niederlassung von Tata hauptsächlich anhand der stratigra­phischen Ergebnisse, die die Untersuchung der Mussolini-Höhle er­gab, sowie anhand der Ergebnisse der neuesten Untersuchungen über die klimatischen Verhältnisse der interglazialen Zeiträume durch ei­nige wesentliche Charakterzüge ergänzen. Untersuchen wir daher die in Tata gefundenen Säugetier-Arten einmal etwas genauer. Ich erwähne hier noch, daß ich auch die aus den Aushöhlungen des Kalktuffes stammenden 1 Arten anführe, uzw. einerseits deshalb, weil kein Grund für die Annahme eines Altersunterschiedes vorhanden ist, andererseits aber deshalb, weil sie sich auch ansonsten ohne weiteres in das Gesamtbild einordnen lassen und so die Schluß­folgerungen auf keinerlei Weise beeinflussen, oder modifizieren. In Tata wurden die Überreste folgender Säugetier-Arten er­schlossen:" Canis lupus fossilis*, Felis spelaea" , Crocotta crocuta var. 8 Die III. Schichte bezeichnete MALLÄSZ als „gelblich-grauen, geschwemm­ten, Junten Löß". Da min MALLÁSZ kein Geologe war, kann fliese Bestimmung nur mit einem gewissen Vorbehalt zur Kenntnis genommen werden. Sicher ist aber auf jeden Fall, daß am Hange des Bordu mare irgend ein lößartiges Sediment zur Ablagerung gelangt war. 6 Aus Raumersparnis soll bei dieser Aufzahlung gleichzeitig auch die obere Schichte der Mussolini-Höhle berücksichtigt werden. Die Arten, die in dieser Schichte genau so wie im Löß von Tata vorkommen, sind mit* bezeichnet, die Arten, die außerdem auch noch in Ponor-Ohába (1. Schichte) gefunden wur­den, aber mit**.

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