Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Gaál, I.: Das Klima des ungarischen Moustérien im Spiegel seiner Fauna
den geringen Altersunterschied der beiden Lagerstätten hervorzuheben. Der damals von mir vertretene Standpunkt, zu dem ich mich im wesentlichen auch heute noch bekenne, findet seine Erklärung darin, daß wir uns vor anderthalb Jahrzehnten noch damit begnügten, das Klima des Moustérien in zwei Teile zu trennen. Es war nämlich damals schon als ein Fortschritt zu bezeichnen, daß wir von einem „warmen", älteren und einem ..kalten", jüngeren, oder oberen Moustérien sprechen konnten. In diesem Sinne betrachtet erschien es also als vollkommen hinreichend, zu beweisen, daß die in der Ur-Aiisiedhmg von Ponor-Ohába gefundenen Säugetierknochen für das „warme", d. i. für das unlere Moustérien zeugen. M. ROSKA verwies zwar das Moustérien von Ponor-Ohába auf Grund der archäologischen Funde in die Mitte des Zeitalters. Avas jedoch keinen unüberbrückbaren Gegensatz zu meinen Feststellungen bildete. An dieser Stelle muß auch noch erwähnt werden, daß MALLÁSZ im Moustérien des Bordu mare 4 Schichten unterschied und ROSKA sogar 5. Schon die Tatsache allein, dafi 4, bezw. 5 Schichten vorbanden sind, beweist, daß die Umweltsverhältnisse im Laufe der Zeit verschiedenen Veränderungen ausgesetzt waren. Leider widmete ich seinerzeit diesen Detailfragen keine genügende Aufmerksamkeit, ein Versäumnis, das nur darin eine Entschuldigung finden kann, daß es mir auf Grund der eingesammelten Überreste nicht möglich war, die sich in den klimatischen Verhältnissen ergebenden Abstufungen herauszuarbeiten. Ich beschränkte mich daher hauptsächlich darauf, das milde Klima und größere Alter hervorzuheben, das der Bordu mare im Gegensatz zu dem in erster Linie wegen des Lößes ins „kalte"' Moustérien verwiesenen Tata besitzt. Trotzdem erwähnte ich aber, dafi die Säugetier-Fauna der vier Schichten nicht als einheitlich betrachtet werden kann, daß also Spuren einer gewissen Gliederung wahrzunehmen sind. Weiters bob ich auch hervor, daß die Hauptmasse der Säugetier-Serie ein vollkommenes und für die damaligen Naturverhältnisse am Bordu mare in jeder Beziehung zuverlässiges Charakterbild ergibt. Über die I. (oberste) Schichte des Bordu mare äußern ich mich in meiner ersten Mitteilungen nur mit einer gewissen Zurückhaltung. Einer der Gründe dafür war, daß der Erhaltungszustand der mit der Bezeichnung „I. Schichte" zugesandten Knochen nicht ganz gleichförmig erschien. Um aufrichtig zu sein, muß ich auch bekennen, daß mir die in diesem Material enthaltenen „warmen" Arten (Meies.