Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Gaál, I.: Das Klima des ungarischen Moustérien im Spiegel seiner Fauna

XXXIV. ANNALKS MUSE! NATIONALIS HUNGARICI. 1941. PARS MINERALOGICA, GEOLOG 1CA ET PALAEONTOLOGICA. DAS KLIMA DES UNGARISCHEN MOUSTÉRIEN IM SPIEGEL SEINER FAUNA. Von STEFAN V. GAÁL (Budapest). (Mit 1 Textabbildung) Das Moustérien stellt in ganz Europa entschieden einen der am intensivsten untersuchten Abschnitte des Diluviums dar. Seit der durch GORJANOVICS-KRAMBERGER durchgeführten Erschließung der Moustérien-Fundstelle von Krapina bei Zagreb (1899—1905) (i). die seinerzeit in den wissenschaftlichen Kreisen der ganzen Welt großes Aufseilen erregt hatte, begann man auch in Ungarn selbst, die Er­forschung des Diluviums, in erster Linie aber der Höhlen mit gestei­gertem Interesse zu verfolgen. Für einen objektiven Forscher gab es wohl kaum einen Augenblick des Zweifels daran, daß Spuren des Neandertaler Urmenschen-Typus (Homo primi genius SCHWALBE) innerhalb des Karpatenbogens über kurz oder lang auch an anderen Fundstellen ans 'Lageslicht kommen würden. Es ist daher als natürlich zu bezeichnen, wenn man trotz der zahlreichen Fragen, die noch ihrer Lösung harren, schon an die Besprechung von einzelnen Details gewisser geologischer Perioden herangegangen ist. Selbstverständlich erscheint es ferner, daß nun auch wir auf Grund der inzwischen bekannt gewordenen neueren Funde den verschiedenen, bisher über die Moustérien-Schichteii veröffentlichten Anschauungen einiges hin­zuzufügen wünschen. Kaum fünf Jahre nach dem Fund von Krapina stieß ja schon T. KORMOS auf eine große Menge von Säugetierknochen begleiteter, paläolitischer Steinwerkzeuge, uzw T . in den Löß-Schichten von Tata. Die Beurteilung des Charakters dieser Paläolit-Kultur von Tata führte fast einhellig zu der Überzeugung, daß sie dem Moustérien zuzuschreiben ist. Line davon abweichende Meinung sprach zuerst J. BAYER (2) aus und dann später auch J. HILLEBRAND (3, 4). Sehr auffallend ist es aber, daß sich die Auffassungen/ dieser; beiden Archäologen nicht vollkommen decken: BAYER reiht nämlich Tatä' in das untere Solutréen, HILLEBRAND dagegen in das Profosolufreen. (OBERMEIER bezeichnete Krapina sogar als oberes Chelléen.)

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