Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)

Gaál, I.: Das Klima des ungarischen Moustérien im Spiegel seiner Fauna

* Zur Frage des Moustérien von Tata werde ich später noch einige Bemerkungen hinzufügen, doch soll vorerst der zeitlich am nächsten fallende Fund ähnlichen Charakters, nämlich der von Ponor-Ohába besprochen werden. Von einer eingehenden Behandlung dieses Fundes entbindet mich jedoch, der Umstand, daß ich die Säugetierüberreste der Schichtreihe, die J. MALLÁSZ (1923—1924) am Südhange des im Ge­biete der Gemeinde Ponor-Ohába (Komitat Hunyad) Hegenden Beiges Bordu mare erschlossen hatte, schon zweimal ausführlicher behandelte (5, 6). Da aber einige Forscher — wie dies aus der unga­rischen Fachliteratur hervorgeht — aus mir vollkommen unerklär­lichen und einstweilen auch noch unbekannten Gründen keine Kenntnis von diesen beiden Mitteilungen nahmen, 1 bin ich gezwun­gen, einige der von mir dort veröffentlichten Angaben und Feststel­lungen an dieser Steüe von neuem anzuführen. In erster Linie muß darauf hingewiesen werden, daß ich in meinen beiden erwähnten Arbeiten eine Parallele zwischen der in Ponor-Ohába gefundenen Reihe von Säugetieren und der von Krapina gezogen habe. Es ist ja auch in der Tat eine Unmöglichkeit, die Übereinstimmung der an diesen beiden Fundstellen erschlosse­nen Säugetier-Serien nicht zu erkennen. Als Beweis dafür soll im Nachstehenden eine Aufzählung der in Krapina gefunden wichtig­sten Formen dienen: Homo primigenius, Ursus spelaeus, Ursus aretos fossilis,' J Luira vulgaris fossilis, Mustela foina fossilis, Felis siloestris jossilis, Canis lupus fossilis. Equus caballus (?!), Rhinoceros Mercki var. brachycephala, Rhinoceros antiquitatis, Cervus elaphus fossilis, Cerous capreolus fossilis, Cerous euryceros, Bos primigenius und Sus scrofa fossilis. (Außerdem wurden auch noch einige Nagetiere gefunden). In der untersten, (III.) Schichte von Ponor-Ohába gelangten dagegen folgende Arten ans Tageslicht:'' Homo primigenius*, Ursus spelaeus", Canis lupus fossilis", Crocotta crocuta var. spelaea, Equus 1 Im Gegensatz dazu erwähnt aber L. BARTUCZ, was hier besonders her­vorgehoben werden soll, das auffallendste Stück des Fundes von Ponor-Ohába, eine Phalange von Homo primigenius in dem „Über den Urmenschen der Mus­solini-Höhle" (A Mussolini-barlang ősembere) betitelten Abschnitt der mono­graphischen Bearbeitung der Mussolini-Höhle in vollkommen objektiver Weise. 2 Die Bezeichnung „fossilis", bezw „fossile" muß meines Erachtens als dritter Name angesehen werden (also ternäre Nomenklatur) und nicht als ein­faches Beiwort. Näheres darüber s. p. 15 meiner unter (5) erwähnten Arbeit. 3 Die auch in Krapina gefundenen Arten sind mit* bezeichnet.

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