Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Sirenavus hungaricus n. g., n. sp., ein neuer Prorastomide aus dem Mitteleozän (Lutetium) von Felsőgalla in Ungarn
^nacli 86 Jahren auf Grund unseres Fundes endlich bestätigten) Mitteleozän der Insel Jamaica. Abb. 1. Oberansicht des Schädels von a. Prorastomus sirenoides OWEN und b. Sirenavus hungaricus n. g. n. sp. Beide Formen stimmen, abgesehen von der annähernd gleichen Größe, besonders in Bezug auf diei für die echten Sirenen ganz fremde Form der Schädelkapsel überein. Beide sind ferner durch die sehr schlanke Postorbitalpartie gekennzeichnet, wie auch durch die verhältnismäßig massive und breite Interorbitalgegend. Durch alle diese Merkmale stehen die beiden Typen sämtlichen übrigen Sirenen, abgesehen von einigen äußeren Konvergenzersclieinungen bei Halitherium, diametral gegenüber. Neben diesen Ubereinstimmungen gibt es aber auch Merkmale, durch welche unser Tier von der Jamaica-Form erheblich abweicht. Unter ihnen ist vorerst zu erwähnen, daß die ungarische Form von der amerikanischen abweichend proportioniert ist: sie ist merklich massiver gebaut, nicht so schlank, besitzt viel massivere Jochbogen und außerdem liegt die Postorbitalkonstriktion nicht so dicht hinter den Fortsätzen, sondern weit hinten, in der Mitte zwischen Postorbitalia und Hinterhaupt. Auch die Postorbitalfortsätze scheinen etwas abweichend gebaut zu sein. Weiters sind die Molaren von Prorastomus entschieden lophodont, was von der ungarischen Form nicht behauptet werden kann. Schließlich ist beim ungarischen Tier b