Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 34. (Budapest 1941)
Kretzoi, M.: Anchitherium aurelianense im ungarischen Miozän
halb kann von einer detaillierten Beschreibung ruhig abgesehen werden; ein Vergleich mit den nächststehenden Formen wird unserem Ziel besser entsprechen. Beim Vergleich kommen die Gattungen Anchüherium, Megaliippus, Kcilobcitippus, Hypohippus und Paranehitherium in Betracht. Kalobatippus kann als eine noch nicht sicher umgrenzte Gruppe untermiozäner Formen, die nur aus Nordamerika bekannt wurden, von den weiteren Betrachtungen ruhig ausgeschlossen werden. Hypoliippus, von dem eine Form auch im chinesischen Unterpliozän vorgekommen sein soll 1 , ist bedeutend höher spezialisiert: die Backenzähne sind mehr hypsodont, deutlicher lophodont, usw. Paranehitherium BORISSIAK (1937.) aus dem kaukasichen Untenniozän kann auf Grund einiger an Parahippus u. a. erinnernder Merkmale, wie deutliches Crochet am Metaloph, etc. ebenfalls nicht weiter in Betracht kommen, ebenso wie der hochspezialisierte Megahippus. Endlich sind wir auf Anchüherium s. str. gekommen, welchem Formenkreis unsere Form ohne weiteres einverleibt werden kann. Von Anchüherium kennen wir einen europäischen Kreis, die aurelianense-Gruppe mit einer Reihe dimensioneller Lokalrassen und zwei ostasiatischen Formen, A. gobiense COLBERT (1939) und das sehr dürftig belegte A. hypohippoides MATSUMOTO (1921.). Die dimensioneil und auch stratigraphisch, nicht aber morphologisch, divergente Gruppe des A. aurelianense (CUVIER) kann in mehrere Lokalrassen, bzw. Entwicklungsstufen zerlegt werden. Abgesehen von der spanischen Terminalform, die seinerzeit H. v. MEYER (1884) als A. ezquerrae von der Stammart abtrennte, und der von LAUTET (1851) infolge irrtümlicher Genusbestimmung separat benannten Form von Sansan („Palaeoiherium" hippoides), deren Aufstellung nicht in bewußter Rassenforschung geschah, verdanken wir vornehmlich L. MAYET (1908) und H. WEHRLI (1938) unsere Kenntnisse über einige Lokal formen, bzw. geologische Stufenformen dieser Gruppe. MAYET gruppiert die französischen Funde in folgende Rassen: 1. Race blésense. — P 46 mm lang. — Tieferes Burdigal. 2. Type de l'espèce. — P 52 mm lang. — Höheres Burdigal. 3. Mutation helvétienne. P 58 mm lang. — Helvet. 4. Mutation tortonienne. P 67 mm lang. — Torton. Diese auf das zeitliche Größensteigern einer phyletisch geschlossenen Linie basierte Gruppierung in Rassen wurde später von STEH1 Die generische Zugehörigkeit des H. Zitieli (SCHLOSSER) zu dieser Gattung darf noch nicht als endgültig betrachtet werden.