Rotarides Mihály (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 32. (Budapest 1939)

Roman, A.: Revision einiger Arten der Coll. Kiss im Ungarischen Nationalmuseum. (Budapest). Ichneumonidae (Hym.)

XXXII. ANNALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI 1939. PARS ZOOLOGICA. REVISION EINIGER ARTEN DER COLL. KISS IM UNGARI­SCHEN NATIONALMUSEUM. (BUDAPEST), ICHNEUMONIDAE (HYM.) Von A. ROMAN (Stockholm). Eine Urlaubsreise nach Ungarn in Oktober 1935 gab mir Ge­legenheit, auch die Schlupfwespensammlungen des Ungarischen National Museums etwas zu studieren. Dabei stieß ich bald auf die Coll. Kiss, welche nach seinem Tode dem Museum einverleibt sind. Ich hatte früher einmal mit Dr. Kiss Ichneumoniden getauscht und seine Arbeiten erhalten. Die große Zahl neuer Arten fiel mir auf, und der Tausch zeigte mir, daß seine Bestimmungen sehr fraglich waren. Im Museum konnte ich nun, dank dem Entgegenkommen Dr. SZABÓ-PATAY'S, die Originalstücke, soweit meine Zeit es erlaubte, studieren. Eine Anzahl von Namen konnte dadurch berichtigt wer­den, wenn dies auch wegen der kurzen Zeit ohne Literatur gesche­hen mußte. Dr ANDREAS KISS V. ZILAH war ein Enthusiast für diese Stu­dien und betrieb sie mit viel Energie, aber er wohnte in Siebenbür­gen abseits von allen Museen und konnte wegen der politischen Verhältnisse auch keine Studienreisen machen. Die ihm zugängliche Fachliteratur war mangelhaft und gab ihm nicht die nötige Sicher­heit im Erkennen der verschiedenen Gruppen, besonders der Gattun­gen. Auch legte er in altmodischer Weise zuviel Wert auf die Fär­bung. Die Folge war, daß eine große Anzahl von Exemplaren sich nicht bestimmen ließen, und so entstanden die vielen Neuigkeiten. Eine Anzahl davon muß richtig sein, denn die siebenbürgischen Schlupfwespen waren wenig studiert und das Land ist ja voll Berge mit wechslungreicher Natur und mildem Klima. Außerdem wurde er von vielen Freunden, auch in anderen Teilen Ungarns, mit Material unterstützt. Aber erstaunliche Mißgriffe machte er, wie aus der fol­genden Liste hervorgehen wird. Ein Ehrenmann war er jedoch und gehörte keineswegs zu den Sammlern, die besuchenden Kollegen ängstlich ausweichen. Vor einigen Jahren wurde er von G. HEIN­RICH, dem bekannten Kenner der Ichneumoninae, besucht; er nahm ihn gastfreundlich auf und ließ ihn seine Sammlung frei besichtigen.

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