Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 24. (Budapest 1926)
Vendl, M.: A vaskői aragonit kristályalakja
kristallographisch zuerst SCHRAUE 1 beschrieben, während in neuerer Zeit ZIMÁMTI 2 darüber eine ausführliche Arbeit veröffentlichte. Die Aragonite von Vaskő, welche zu meinen Untersuchungen als Material dienten, befinden sich im Besitz des Ungarischen NationalMuseums und stammen alle aus der Grube „Theresia". Die Aragonitkristalle sitzen entweder auf einem weissen kristallinischem Kalkstein, oder auf einem braungefärbten Kalkspat. Als Begleitminerale finden sich derber Magnetit, Eisenglanz, Galenit, ferner Granat, Braunspat, Kalkspat und Quarz. Die Aragonitkristalle von Vaskő sind wasserklar, ihre Grösse ist verschieden ; die kleineren haben eine Länge von 2—6 mm, bei einer Dicke von V» —1 mm, die grösseren haben eine Länge von 10—12 mm und eine Dicke von 5—6 mm. Die Kristalle sind gestreckt nach der Vertikalachse. Nach dem Vorwalten der verschiedenen Formen konnten nadel- und meisselförmige Kristalle unterschieden werden. Kristalle mit vorherrschender Prisma III. Stellung wurden nicht beobachtet. An den nadeiförmigen Kristallen treten steile Bipyramiden und steile Prismen I. Stellung als vorhersschende Formen auf, mit ungefähr gleich breiten Flächen. Die Flächen an der Spitze der Kristalle sind meist in gleichem Masse entwickelt. Oft sind die zwei entgegengesetzten Flächen der vorherrschenden steilen Bipyramide mit viel breiteren Flächen entwickelt, als die zwei anderen. An den meisselförmigen Kristallen ist neben dem steilen Prisma I. Stellung die Bipyramide mit viel schmäleren Flächen entwickelt, welche oft nur als ganz schmale Streifen erscheinen. An der Spitze dieser Kristalle erscheinen am häufigsten nur die zwei Flächen eines Prismas I. Stellung und manchmal konnte nur die Bipyramide p {111} beobachtet werden, aber nur mit sehr kleinen Flächen. Es gibt auch solche meisselförmige Kristalle, welche nicht durch das Vorwalten eines steilen Prismas I. Stellung charakterisiert werden, sondern an welchen die zwei entgegengesetzten Flächen einer steilen Bipyramide vorherrschen. Die Flächen des Prismas I. Stellung sind untergeordnet entwickelt, sie sind schmal und in gleichem Masse sind auch die zwei anderen Flächen der Pyramide entwickelt oder sie sind noch schmäler. Die Kristalle sind meistens Zwillinge. An den scheinbar einfachen Kristallen ist auch fast immer eine Zwillinsglamellierung sichtbar. 1 SCHRAUF : Mineralogische Beobachtungen I. Zwillingskrystalle des Aragonits. (Sitzber. Akad. Wiss. Wien. LXII, 2, 1870, p. 734). 2 DR K. ZIMÁNYI : Über den rosenrothen Aragonit von Dognácska. (Természetrajzi Füzetek. XXII, 1899, p. 452).