Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Dudich, E.: Systematische Studien an italienischen Aselliden
Arten auffallend an diese Art erinnern, so werden diese Tiere höchst wahrscheinlich mit der italienischen Art nahe verwandt sein. Phylogenesis: Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA, als einziger Vertreter einer wohl charakterisierten Gruppe, stand bisher unter den bekannten Asellus-Arien vollkommen isoliert (RACOVITZA : 6. p. 40, 10. p. 570, 11. p. 401), als Endglied einer selbstständigen Entwicklungslinie von unbekannter Herkunft. RACOVITZA vermutet, dass er von borealer Herkunft sei, und dass er sein Verbreitungsgebiet jetzt nach Süden ausdehnt. Deshalb ist die Entdeckung einer zweiten Art der aquaticus-Gruppe im Süden nicht ohne Interesse. Noch wichtiger ist, class Asellus arthrobranchialis gegenüber Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA eine primitivere, phylogenetisch ältere Art darstellt, weil die Exopodite der Pleopode IV und V (cf) den oben erwähnten, gegliederten Bau aufweisen, dagegen jene von Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA ihre Gliederung sekundär eingebüsst haben. Meiner Ansicht nach ist Asellus arthrobranchialis gegenüber Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA eine in ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung stehengebliebene, epistatische Art, in welcher wir den phylogenetischen Vorfahren von Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA ZU erblicken haben. Die letztere Art hat sich aus Asellus arthrobranchialis entwickelt, und zwar auf orthogenetischem Wege, durch in posteroantcriorer Richtung fortschreitende Umbildung der Exopodite der Pleopode IV —V. Die Umbildung wurde durch Milieuänderung zwecks Beförderung des Atemprozesses veranlasst. Die Endopodite der Pleopode III — Y haben ihre Gliederung und ihre Chitincuticula infolge der respiratorischen Funktion gänzlich verlorenDie Exopodite der Pleopode IV —V sind ebenso auf dem Wege ihre Gliederung und Chitincuticula im Interesse der Atmung aufzugeben. Die Exopodite der Pleopode IV —V sind bei den primitiven Asellus-Arten (meridianus-Gruppe), soweit es sich aus den Beschreibungen und Abbildungen entnehmen lässt, noch gegliedert, üb sie eine chitinlose Area Tschetwerikoffi haben und ob die Endopodite III —V unchitinisiert sind, gehl es aus den Beschreibungen nicht klar hervor. Die von mir untersuchten Vertreter dieser Gruppe (A. italiens DUDICH, polychaetus n. sp., banyulensis Wolfi n. subsp.) haben keine chitinlose Area Tschetwerikoffi, aber ihre Endopodite sind chitinlos. Asellus arthrobranchialis bewahrte noch die Gliederung der Exopodite, aber die Umbildung hat sich schon eingesetzt, indem die Trcnnungslinie der beiden Glieder an den Pleopoden V des Männchens unscharf, rudimentär geworden und beim Weibchen verschwunden ist (weibliche Präponderanz). Die Exopodite des Pleopodes IV sind noch unberührt. Gleich-