Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Dudich, E.: Systematische Studien an italienischen Aselliden
zeilig wird die respiratorische Fähigkeit der Exopodite dadurch gesteigert, dass ein Teil des distalen Gliedes, wie die Endopodite, ihre Chitincuticula verliert (Area Tschetwerikoffi), Bei Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA erreichte die Umbildung eine weitere, höhere Stufe. Hier sind nicht nur die Exopodite des Pleopodes V. in beiden Geschlechtern ungegliedert, sondern auch die Exopodite des Pleopode? IV. büsslen ihre Gliederung ein. Die Flächenausdehnung der Area Tschetwerikoffi ist grösser geworden. Asellus arthrobranchialis lebt in rasch fliessenden, klaren, kalten und daher oxygenreichen Gewässern und das oxygenführende Wasser wird von selbst, durch das rasche Fliessen immer erneuert. Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA dagegen gedeiht in Tümpeln, Sümpfen, Wassergräben, Teichen, Seen etc. also in stehenden Gewässern, ferner in Limnocrenen, Helocrenen und in langsam fliessenden Bächen. Hier ist das Wasser nicht so klar, wärmer, daher an Oxygen ärmer, und die Selbstzufuhr des Atemwassers fällt weg oder ist gering. Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA bedarf also, um den geringeren Oxygenhalt des Wassers besser auszunützen, eines vollkommeneren Respirationsapparates. Die Vervollkommnung wird dadurch erreicht, dass einerseits die respiratorische Oberfläche der Exopodite (die Area Tschetwerikoffi) an Flächenausdehnung zunimmt, anderseits das Lumen des Blattes kontinuierlich wird. Die Raumgewinnung der Area Tschetwerikoffi schreitet proximalwärts vor, die Trennungslinie der beiden Glieder wird erreicht und durchgebrochen, so dass sie rudimentär wird. Endlich deuten nur die Einkerbungen des Aussen- und Innenrandes auf eine ehemalige Gliedgrenze hin. So entsteht der ungegliederte Zustand der Exopodite der Pleopode IV—V. Das ungegliederte Exopodit funktioniert als Kiemenblatt auch dadurch besser, dass die verschwundenen beiderseitigen, hineinspringenden Gliedgrenzen das Lumen des Blattes nicht mehr verengen. Die Zirkulation der Hämolymphe geht infolgedessen viel ungestörter, ohne Stockung vor. Asellus polychaetus n. sp. 1 ) Fundort: Stadt Sarno, wo diese Art mit Asellus arthrobranchialis n. sp. zusammen, unter ganz gleichen Umständen im Flusse Sarno und in dessen Nebenflüsschen lebt. Material: 30 çfçf und 18 99 m allen Altersstufen, die von mir am 23. März 1925 gesammelt wurden. Die Typen befinden sich in der Sammlung des Ungarischen National-Museums. Verwandtschaft: Diese neue Art gehört der meridianus-Gmppe ') Von der reichlichen Beborstung der Pleopode benannt.