Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 22. (Budapest 1925)
Dudich, E.: Systematische Studien an italienischen Aselliden
ungegliedert und abgesehen vom Stiele, unchitinisiert. Länge : Breite = cf 30:21. O 23:15. Uropod: Beim Männchen viel länger als das Pleotelson, beim Weibchen kürzer. Protopodit halb so lang als das Exopodit und das letztere kürzer als das Endopodit. Biologie: Asellus arthrobraiichialis lebt bei Sarno im Grundschlamme und unter Wasserpflanzen im rasch fliessenden Sarno und seinen Nebenlliisschen. Besonders zahlreich fand ich ihn in einer Brunnstube der Sladt Sarno. Diese Brunnstube, ein kammerartiger, halbdunkler Raum, enthält zwei übereinander liegende Becken, die miteinander kommunizieren, und von denen in die obere eine Quelle hineinfliesst. Diese Becken dienen den Fischern zur Aufbewahrung von Flusskrebsen und von Petromyzon. Im Schlamm und unter dem Detritus lebt Asellus arthrobranchialis in Gesellschaft von Asellus polychaetus n. sp. In Caserta fand ich diese Art in den schönen Kaskadengewässern des königlichen Parkes. Beim ersten Wasserfalle fand ich das Tier unter Steinen, welche von oben ununterbrochen vom Wasser bespült werden. In beiden Kaskadenteichen, zwischen „Lo Specchio" und „La Zampilliera" leben die Tiere unter den Fäden der langen Algenfetzen, welche unmittelbar vor dem Fusse der kleinen Kaskaden gedeihen. Wir müssen daher den Asellus arthrobranchialis als eine rheophile Art ansehen. Ich vermochte ihn in den allerdings nicht zahlreichen, stehenden Gewässern der Umgebung von Neapel nirgends entdecken. Jm März trugen die Weibchen von Sarno fast ausnahmslos ihre Brut; im September waren die üostegite der Weihchen von Caserta noch unvollkommen ausgebildet. Verbreitung: Diese neue Art ist vorläufig nur aus der Umgebung von Neapel bekannt. Es liegen aber Anzeichen vor, dass sie eine viel grössere Verbreitung hat, allein man hat sie, ebenso wie die übrigen neuen Aseüus-Arten als „Asellus aquaticus L." unbeachtet gelassen und verkannt. MORREALE (5. p. 172) erwähnt nämlich, dass „l'esopodite IV si présenta a margini intieri, sebbene non manchino i casi in cui il margine esterno présenta brevi incisioni dalle quali ordinariamente si diparte sulle faccie del ramo un solco della chitina." G. 0. SARS (14. t. 39, f. plp.% plp 4 ) zeichnet die Exopodite als zweigliedrig, was mit seiner früheren Beschreibung und Abbildung (13. p. 102, t. 9. f. 17, 18) in scharfem Gegensatze steht. Diese Anmerkung von MORREALE und diese Abbildungen von G. 0. SARS können sich nicht auf Asellus aquaticus L. sensu RACOVITZA beziehen, sondern nur auf meine neue Art, oder auf eine andere, bisher ebenfalls verkannte Art. Da die von mir (2. p. 2) erwähnten chaetotaktischen Abweichungen gewisser ungarischer Asellus-