Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 19. (Budapest 1922)
Stach, J.: Apterygoten aus dem nordwestlichen Ungarn
APTERYGOTEN AUS UNGARN. 25 entscheiden, welche Arten TÖMÖSVÁRY eigentlich bekannt waren, ob Pog. plumbeus (TEMPL., AGR.) von ihm als Tom. plumbeus LINN, verzeichnet und Pog. longicornis (MÜLL., LUBB.), oder nach VELLAY'S Verzeichnis nur eine von diesen zwei Arten und welche. Statt dessen erwähnt VELLAY in seinem Verzeichnisse noch eine Tomocerus-Art aus Ungarn nämlich: „Tom. niger BOURL. (vulgaris TULLB.)." Dem Namen ist aber weder Beschreibung, noch Anmerkung beigefügt und man kann nicht wissen, ob er vielleicht diese zweite, von TÖMÖSVÁRY aufgeführte Art als Tom. niger BOURL. erkannt hatte, oder ob er nur dem Verzeichnisse REUTER'S folgend, welcher bei der Aufzählung der weiteren Verbreitungsgebieten dieser Art unter anderen auch Ungarn angegeben hat, die erwähnte Art in sein Verzeichnis aufgenommen hat. Nur REUTER identifiziert in seiner Arbeit Tom. niger BOURL. mit Tom. fiacescens TULLB. und nicht mit Tom. vulgaris TULLB., welche letztere Art er auch abgesondert aus Finland verzeichnet. Da aber nach AGREN'S Untersuchungen Tom. niger BOURL. {flavescens TULLB.) mit Pog. plumbeus TEMPL.) AGR. identisch ist und gar nicht mit Tom. vulgaris (TULLB.) zusammenfällt, so kompliziert sich die Frage, welche Tomocerus-Arten TÖMÖSVÁRY eigentlich vorlagen, noch mehr und eine kritische Durchsicht des von diesem Forscher bestimmten Materials wäre sehr wünschenswert. Fam. CYPHODERIDAE (C. B.) * * 22. Oncopodura crassicornis SHOEB., STACH. Diese zuerst von SHOEBOTHAM beschriebene sehr interessante Art habe ich in einem Exemplar unter einem grossen Stein im Hofe eines Bauernhauses in Dobó-Berekalja gefunden. Die Art scheint im allgemeinen selten zu sein und nur vereinzelt aufzutreten, denn auch das im PieninvGebirge von mir erbeutete und in der Arbeit (36) : „Apterygoten aus den Pieniny" genau beschriebene Individuum ist bis jetzt das einzige aus Polen bekannte Exemplar. * 23. Cyphoderus albinus NIE. Die mir vorliegenden Exemplare erwiesen sich grösstenteils als typische Form, bei welcher der Mucro einen deutlich ausgebildeten Anteapikalzahn trägt und die Länge des Mucro erheblich grösser ist als die der äusseren distalen Dorsalschuppe der Dentes. Ich fand unter den Exemplaren auch einige, bei welchen der Mucro ohne Anteapikalzahn nur mit hac-kenförmig abgesetzter Spitze und viel kürzer war als bei der typischen Form, denn seine Länge zum Dens verhielt sich wie 1 :2 1/3 —3. Ausserdem war der Mucro nur unmerklich länger als die äussere distale Dorsalschuppe der