Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 14. (Budapest 1916)

Becker, T.: Beiträge zur Kenntnis einiger Gattungen der Bombyliiden

50 TH. BECKER bis auf ein Merkmal stimmt es durchaus mit allen übrigen überein : die Flügel sind am Vorderrande, der Vorderrandzelle und in der ersten Basalzelle etwas stärker getrübt, sodann sind die Querader neben der Ausgangsstelle der zweiten Längsader und der Knotenpunkt an der Wurzel der Diskoi­dalzelle deutlich etwas schwarz gefleckt. Hiermit wird schon der Uebergang in der Flügelfärbung unserer hellflügeligen Gruppe zu denjenigen He­mipenthes-Arten eingeleitet, die sich um H. afer Lw. gruppieren. Es ist nicht immöglich, dass hier eine besondere Art vorliegt; da ich aber nur ein einziges Exemplar besitze, lasse ich sie als Variante bei vagans Lw. Anastoechus OST.-SACK., Bull. Unit. Stat. Geolog. Surv., III. 251. (1877). LOEW hatte N. Beitr., III. 34. (1855) alle der Gattung Bombylius im Flügelgeäder ähnliche Arten (erste Hinterrandzelle geschlossen, nur 2 Submarginalzellen), bei denen die erste Wurzelzelle nicht länger ist als die zweite, von Bombylius abgetrennt und zur Gattung Systoechus erhoben. Hierbei waren ihm bereits zwei verschiedene Gruppen aufgefallen : die eine mit stufenförmig auftretender Behaarung des Hinterleibes entspricht un­serer Gattung Anastoechus, die zweite mit einfach langer Behaarung bleibt Systoechus s. str. Andere Unterschiede hat LOEW damals nicht angegeben. OSTEN-SACKEX hat 1. c. zwischen beiden Gattungen eine Beihe von Unterschieden aufgezählt, die er bei den nordamerikanischnen Arten be­merkt hat, die aber nicht alle bei unseren paläarktisclien Gültigkeit zu ha­ben scheinen : er gibt Folgendes an, was die Gattung Anastoechus vor Systoechus auszeichnet : 1. Kopf weit breiter und flacher gebildet, Stirne in beiden Geschlech­tern, hauptsächlich beim Weibchen breiter. 2. Haare des Knebel- und Kinnbartes länger. 3. Hinterleibsborsten am Bande der Binge stärker schopfförmig auftretend. 4. Die Augenfazetten sind durch eine schräge Linie in grössere obere und kleinere untere geteilt. (Diese Unterschiede habe ich bei unseren pa­läarktisclien Arten nicht feststellen können.) 5. Die Fühler sind länger (auch das erste Glied ist meist länger als das dritte) ; das dritte Glied zeigt eine spindelförmige Verdickung an der Wurzel und endigt in einen längeren dünnen Stiel, während bei Systoechus das dritte Glied kürzer und auch die Verdickung nicht auf den Wurzelteil beschränkt bleibt, so dass eine stieiförmige Verlängerung kaum zum Aus­druck kommt. Dies ist im allgemeinen richtig, jedoch kommen Ausnahmen

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