Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 14. (Budapest 1916)

Becker, T.: Beiträge zur Kenntnis einiger Gattungen der Bombyliiden

ZUR KENNTNIS DER BOJIBYLIIDEN. 51 vor, wie man dies aus meiner Bestimmungstabelle und aus den Beschrei­bungen ersehen wolle. 6. Die Diskoidalzelle ist am Ende verhältnismässig etwas breiter als bei Systoechus. 7. Die Vergrösserung der Randader an der Flügelwurzel ist durch einen Borstenkamm geschmückt. (Dies Merkmal ist auch bei Systoechus vorhanden, wenn auch der Borstenkamm nicht überall gleich gross wird.) Man sieht hieraus, dass die meisten dieser Merkmale nur rel tiven "Wert haben (etwas länger, stärker u. s. w.) . Das ausschlaggebende liegt hier in der Kopfbildung, wie ad 1. bemerkt. Wenn man ein Anastoechus­und ein Systoechus-Wdimchen neben einander hält und ihre Stirn vergleicht, so findet man, dass bei Anastoechus die vorderen Augenlinien vom Punkt­augenhöcker sofort nach beiden Seiten auseinanderstreben, so dass eine grosse Verbreiterung der Stirn alsbald eintritt, während bei Systoechus die Augenränder unterhalb des Punktaugenhöckers sich auf kurzer Strecke nähern, so dass die Stirn hier schwächer wird als der Punktaugenhöcker selbst. OSTEN-SACKEN will auch an der Mund- und Backenbildung Unter­schiede gefunden haben, die ich nicht weiter untersucht habe. Immerhin ist das Genannte ausreichend, um die Gattung Anastoechus zu rechtfertigen. Diese vorstehend charakterisierte Gattung ist weit zahlreicher ver­treten als nach den wenigen bisher bekannten Arten vermutet werden konnte. LOEW kannte nur die 3 Arten nitidulus FBR. hyrcanus PALL. WIED. und stramineus WIED. Im Katalog KERTÉSZ V. (1909) sind auch nur diese 3 paläarktischen Arten genannt, wobei allerdings zu bemerken ist, dass unter Systoechus noch 3 Arten aufgeführt stehen. 6 neue Arten konnte ich bisher bekannt geben, eine siebente hat Prof. HERMANN beschrieben, aber damit ist die Zahl der neuen Arten noch nicht erschöpft. In einer Samm­lung des Ungar. Nat. Museums, in der des Herrn Prof. F. HERMANN und in meiner eigenen fanden sich noch 7 neue Arten, so dass die Zahl der mir bekannten Arten bereits auf 20 angelaufen ist. Daher erschien es mir nicht überflüssig zu sein, alle diese Arten einmal im Zusammenhange vorzufüh­ren und den Besitzstand festzulegen. Die Bestimmungstabelle ist absicht­lich so gestaltet, dass alle hauptsächlichsten, zur Artunterscheidung not­wendigen Merkmale in ihr enthalten sind, so dass man auch ohne Benutzung der längeren Beschreibungen sich wird zurechtfinden können. Bestimmungstabelle der Arten. 1. Flügelwurzelkannn ausser kürzeren weissen Haaren mit langen schwarzen Randborsten 2 — Flügelwurzelkamm ausser kürzeren Geissen Haaren mit langen blassgelben oder schneeweissen Randborsten 14 4*

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