Horváth Géza (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 14. (Budapest 1916)

Becker, T.: Beiträge zur Kenntnis einiger Gattungen der Bombyliiden

ZUR KENNTNIS DER BOJIBYLIIDEN. 43 Ich besitze 2 Weibchen aus Biskra, die ich dieser Art entsprechend ' ansehe ; sie haben zwar nicht die von LOEW hervorgehobene ausgesprochene ovale Hinterleibsform, w Tie die männliche Type von LOEW, sind aber doch in Grösse, Färbung und Bekleidung so sehr der LoEWschen Beschreibung ähnlich, dass es mir nicht möglich ist, eine andere Art darin zu erblicken ; auch die schwach angedeuteten schwarzen Haarschöpfe an den Seiten des fünften und sechsten Hinterleibsringes, auf welche LOEW besonders auf­merksam macht, die beim fehlen, sind hier vorhanden. V. venusta MEIG., S. Beschr., II. 110. 4. (1820). — Europa merid. dolosa JAENN., Berlin. Ent. Zeitschr., XI. 65. 2. (18G7). turbida Lw., Beschr. europ. Dipt., I. 176. 104. (1869). Ich wiederhole hier lediglich die im Katalog KERTÉSZ aufgestellte Synonymie, ohne die 3 Arten durch Autopsie kennengelernt zu haben ; möglich scheint sie mir sehr wohl zu sein, siehe meine Bemerkungen bei turbida Lw. * Man darf sich nicht darüber wundern, dass eine grössere Anzahl von Arten hat ungedeutet bleiben müssen ; es betrifft dies fast alle Arten der älteren Autoren wie MEIGEN, MACQUART, WIEDEMANN, FABRICIUS, JAENNICKE, BIGOT U. S. W., die nicht durch Zufall oder durch Vergleichung der Typen festgestellt werden konnten. Dieser Umstand beruht auf mangel­hafter Kenntnis der charakteristischen Merkmale und in Folgedessen auf unzureichender Beschreibung. Alle Autoren ausser LOEW haben z. B. bei der Haarbekleidung der Tiere keinen Unterschied gemacht zwischen der kurzen anliegenden schuppenförmigen Behaarung (Toment bei LOEW) und der längeren abstehenden, so dass man niemals ein sicheres Bild ge­winnen kann, und doch sind die Beziehungen zwischen diesen beiden Be­kleidungsarten sehr abwechselungsreich und in ihrer Art stets charakteri­stisch ; dann ist die Färbung der Bekleidung in ihren Abstufungen ebenfalls bei diesen Schriftstellern unbeachtet geblieben. LOEW, der die Schwierig­keiten in der Herstellung einer gut ausreichenden Beschreibung sehr ge­nau erkannte, hat diese mit der äussersten Genauigkeit und Peinlichkeit verfasst, wodurch sie allerdings sehr lang, häufig auch wohl unnötig lang, ausgefallen sind. Ich habe mich bemüht, bei den Neubeschreibungen unter Hervorhebung der wirklich charakteristischen Merkmale übergrosse Weit­schweifigkeiten zu vermeiden.

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